Wenn Pferde miteinander „sprechen“, dann achten sie vor allem auf Körperhaltung und Kopfhaltung – hieß es bislang. Doch eine Studie zeigt: Vor allem die Ohren sind ein wichtiger Teil der Sprache unserer Pferde.
Wie kommunizieren Pferde wirklich miteinander? Diese Frage wollte Jennifer Wathan vom Brooke Hospital for Animals in London klären. Denn sie ist überzeugt: Wissenschaftler haben bisher das Thema vor allem auf Basis der menschlichen Kommunikation betrachtet. Aber, so Jennifer Wathan: Man muss die Frage aus Sicht der Pferde beantworten.
Und die ist simpel: Pferde leben in Herden, passen so aufeinander auf. Dabei hat jeder seine Aufgabe: Während die einen fressen, halten die anderen Wache. Und im Falle eines Falles muss es schnell gehen, so die Engländerin. Dann muss ein Blick reichen um zum Beispiel Gefahr zu signalisieren.
Mit Fotos der Sprache der Pferde auf der Spur
Und dafür sind Pferde bestens ausgestattet: „Pferde können extrem gut sehen – besser als Hunde und Katzen”, so Jennifer Wathan. Und sie haben uns Menschen gegenüber einen Vorteil: Ihre beweglichen Ohren. Die Neurowissenschaftlerin ist deshalb überzeugt: Die Ohren sind ein wichtiges Sprachrohr für Pferde.

Für ihre Studie stellte sie vor die Pferde zwei Eimer mit Futter. Dazu zeigte sie den Pferden lebensgroße Fotos von Artgenossen, die Augen und Ohren auf einen der beiden Eimer gerichtet hatten. Das erstaunliche Ergebnis: In etwa 75 Prozent der Fälle wählten die Pferde den Eimer, für den sich auch das abgebildete Tier zu interessieren schien.
Ohren verraten, was Pferde denken
Dann verdeckten die Forscherin auf dem Bild mal die Augen, dann die Ohren des Foto-Pferdes. Diesmal entschieden sich die Pferde je zur Hälfte für Eimer A, die anderen für Eimer B. Für Jennifer Wathan stand damit fest: Die Pferde entschieden sich per Zufall. „Die Testpferde betrachteten die Bilder der Pferde mit maskierten Augen oder Ohren weniger intensiv. Das lässt darauf schließen, dass sie daraus weniger Informationen ziehen konnten. Jedenfalls nicht genug, um ihr Verhalten entsprechend anzupassen“, so Jennifer Wathan.
Dabei zeigte sich auch: Waren die Ohren zu sehen, entschieden sich die Pferde eher für den Eimer, auf den sie gerichtet waren. Für Katherine Houpt, Professorin für Tiermedizin an der Cornell University (USA), ist das logisch: „Erfahrene Reiter wissen, dass ihnen die Ohren des Pferdes viel über das verraten, was es denkt“, sagt sie. „Dass dieses Körperteil in der Kommunikation der Tiere untereinander ebenfalls eine entscheidende Rolle spielt, überrascht mich also nicht.“









Ist für mich eine alte Geschichte. Da ich aber nicht mit den Ohren wackeln kann, mache ich es gegenüber den Pferden mit Kopfhaltung, Körperhaltung und Blicken. Die verstehen offensichtlich auch das