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Springreiter James Smith und Douglas Lindelöw gesperrt

Anke Rottmann by Anke Rottmann
20. März 2024
Pferd springt über ein Hindernis.

Foto: unsplash.com/Gene Devine (Symbolfoto)

Die Liste der gesperten Reiter wird immer länger. Jetzt traf es Schweden und England. In beiden Ländern wurde ein Springreiter gesperrt.

Kurze Videos brachten den Skandal um Cesar Parra ins Rollen, eine TV-Dokumentation hatte Folgen für Andreas Helgstrand. Jetzt sind es Fotos, die für Ermittlungen gegen den britischen Springreiter James Smith sorgten: „Die auf den vorliegenden Bildern gezeigten Trainingsmethoden haben in unserem Sport keinen Platz, verstoßen gegen unser Reglement und werden nicht toleriert. Das Wohlergehen der Pferde hat für British Showjumping, die BEF und die FEI oberste Priorität, und wir werden weiterhin eng zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass unsere Regeln und Vorschriften bezüglich des Wohlergehens der Pferde sowohl respektiert als auch durchgesetzt werden“, heißt es in einem Statement.

Die Folge: „British Showjumping“, der Dachverband „British Equestrian Federation“ und die „FEI“ sperrten den früheren Europameister der Ponyspringreiter und seine Pflegerin Nicola Park vorläufig.

Vorwürfe gegen „Elitereiter auf höchstem Niveau“

Erst wenige Tage zuvor wurde bekannt, dass auch in Schweden Ermittlungen gegen einen Springreiter laufen. Der Grund: ein Bericht der schwedischen Tageszeitung „Aftonbladet“. Darin erhoben fünf ehemalige Mitarbeiter Vorwürfe gegen einen schwedischen „Elitereiter auf höchstem Niveau“. Der schwedische Pferdesportverband reagierte sofort: Er genehmigt ab sofort keine internationalen Wettkämpfe für den Reiter, was bedeutet, dass er bis auf Weiteres nicht international antreten kann.

Die Vorwürfe wurden an die Polizei weitergeleitet, die ermittelt jetzt. „Unser Sport sollte von Freude und Liebe zu den Pferden geprägt sein. Deshalb sind viele von uns im schwedischen Pferdesport extrem traurig, wütend und frustriert über die Geschichten und Bilder, die wir gesehen haben. So etwas gehört nicht in den Pferdesport“, so Johan Fyrberg, Generalsekretär des schwedischen Pferdesportverbandes. Dabei nannte der Verband den Namen des Reiters nicht.

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Springreiter wehrt sich auf Instagram

Doch der Name wird trotzdem bekannt: Es ist Douglas Lindelöw. Der Schwede äußerte sich nun auch auf Instagram zu den Vorwürfen: „Ich möchte mich zu den schwerwiegenden Vorwürfen äußern, die gegen mich und die von mir beaufsichtigten Operationen erhoben wurden, wie in den Medien berichtet wurde“, schreibt er. „Ich erkenne den Ernst der Lage voll und ganz an, weise aber die Vorwürfe des Missmanagements von Pferden entschieden zurück. Obwohl ich sicherlich nicht unfehlbar bin, behaupte ich, dass unsere Pflege und Ausbildung von Pferden mit größtem Respekt und in Übereinstimmung mit etablierten Normen und Vorschriften durchgeführt wird. Dies wurde durch Inspektionen der Behörden im Laufe der Jahre bestätigt. Erst diese Woche habe ich eine unabhängige tierärztliche Untersuchung aller Pferde veranlasst. Das Ergebnis: keine Beanstandungen.“

Und Lindelöw wolle mit den Behörden weiter zusammenarbeiten: „Angesichts der jüngsten Vorwürfe sind wir selbstverständlich bereit, bei möglichen Untersuchungen oder Ermittlungen vollumfänglich zu kooperieren – was wir begrüßen. Wir sind bereit, bei Bedarf weitere Maßnahmen zu ergreifen, um das Wohlergehen unserer Tiere zu gewährleisten und zu verbessern. Vor diesem Hintergrund fordere ich den schwedischen Pferdesportverband auf, eine umfassendere Überprüfung der Branche in Schweden einzuleiten, da gelegentlich Bedenken geäußert werden, dass Pferde zu stark beansprucht werden und unsachgemäße Methoden angewendet werden. Es liegt im Interesse aller, diesen Bedenken gründlich nachzugehen.“

Tags: FEISpringreiterTierschutzTurniersperre

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