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Stallgeschichten: Oh, Du schöne Weidezeit…

Anke Rottmann by Anke Rottmann
1. Juli 2019
Pferd auf einer Weide mit vielen gelben Blumen.

Foto: pixabay.com/PixelAnarchy (Symbolfoto)

Endlich: Die Weidezeit hat begonnen. Und natürlich gönnt jede Reiterin, die auf sich hält, ihrem Liebling täglich ein paar Stunden auf dem grünen Gras. Doch damit fangen die Probleme oft an…

Das Leben könnte so herrlich sein: Sonnenschein, laue Luft und friedlich grasende Pferde – Reiterherz, was willst du mehr? Kein Wunder also, dass nach dem Winter die Weidezeit immer ganz besonders herbeigesehnt wird. Doch kaum sind die Koppeln auf, herrscht dicke Luft!

Der Grund ist – na klar – die Weide. Genauer: Was sich darauf abspielt. Zumindest wenn die Pferde nicht das ganze Jahr zusammen in der Herde auf der Weide stehen. Denn dann muss sich die Truppe in den ersten Tagen neu zusammenfinden. Das geht leider nicht immer ohne kleine Blessuren ab. Und das gilt oft für die Vier- und Zweibeiner!

Wobei ich festgestellt habe: Bei den Pferden ist das Thema meist schnell durch. Die Rangordnung ist geklärt, Freundschaften werden geschlossen oder aus dem letzten Jahr erneuert. Und dann herrscht Ruhe auf dem Gras. Bei uns Menschen dauert das dagegen gerne mal ein bisschen länger. Da zieht sich das Thema Weide schnell ein paar Wochen durch die Diskussionen…

„Meine Kleine wird sonst gemobbt!“

In unserem Nachbarstall ging der Streit in diesem Jahr besonders früh los. Da kam im Januar die Stute „Linchen“ neu dazu. Eigentlich, so ihre Besitzerin Betty, ist „Linchen“ jeden Tag Weidegang gewöhnt. Doch auf die Winterweide sollte sie nicht. „Das ist eine feste Gruppe, da wird meine Kleine dann nur gemobbt“, trug Betty mit Überzeugung vor. Da zogen sich die Augenbrauen ihrer neuen Stallkameradinnen das erste Mal steil nach oben. Schließlich wurden ihre Pferde gerade als miese Mobber bezeichnet. Kein guter Ausgang für einen friedlichen Start in die grüne Saison.

Damit es trotzdem perfekt funktionieren sollte, kümmerte sich Betty von da ab um die Weideplanung – und somit um das Thema wer mit wem auf eine Koppel kommt. Bislang wurde das bei unseren Nachbarn eher nach dem Rhythmus der Menschen geplant – auf der frühen Weide standen die Pferde, deren ReiterInnen schon morgens um 8 Uhr den Stall erobern, auf der späten Weide standen die Pferde mit den menschlichen Langschläfern. Doch mit Betty war das nicht zu machen. „Die Pferde müssen zusammenpassen, nicht die Menschen“, erklärte sie und verteilte damit reichlich schlechtes Gewissen auf der Stallgasse.

Weideplan nach Excel-Tabelle

Was folgte war ein genaues Studium der Pferde auf der Winterweide. Und das anschließende Urteil: „Miss Marple“ ist frech und verdrängt die anderen Stuten vom Heu, „Fine“ zu anhänglich und „Bella“ zu nervös. Alle drei wurden von ihr auf die zweite Liste gesetzt – natürlich stand „Linchen“ auf der ersten, zusammen mit freundlichen „Lady Lou“, der entspannten „Mavis“ und „Lulu“, der Stute mit den treuen Augen. Doch kaum hing diese Liste am Schwarzen Brett, brodelte es auf der Stallgasse. „‘Fine‘ und ‚Mavis‘ sind seit Jahren befreundet, die trennen wir nicht“, stellten Jenni und Chiara fest. Und stürzten Betty damit in Verzweiflung. Tagelang wurde diskutiert, dann der erste Kompromiss: „Fine“ darf mit auf „Linchen“ Weide, dafür müssen die treuen Augen von „Lulu“ von der anderen Weide gucken.

Thema erledigt? Nicht für Betty. Als nächstes folgte der Anweideplan, detailliert in einer Excel-Tabelle festgehalten. Je nach Weide sollten die Pferde am ersten Tag für 15 Minuten auf die Weide, am nächsten für 30 Minuten und so weiter. „So ein Tamtam haben wir noch nie gemacht“, grummelten die Stallkameradinnen, fügten sich aber trotzdem. Vielleicht haben sie schon geahnt, dass das Wetter sich nicht an Bettys Plänen hielt. Pünktlich zu ihren ersten Anweide-Tagen goss es in Strömen.

Aua – Bissspuren an der Flanke

Zum Glück hatte Petrus danach ein Einsehen und das Anweiden ging friedlich über die Bühne. Dann endlich der erste „richtige“ Weide-Tag, ein Montag. Die Pferde verbrachten Stunden auf der Weide – und trotz des Betty-Plans kamen sie nicht ohne Schrammen zurück. Ausgerechnet „Linchen“ hatte Bissspuren auf der Flanke. „Das war ‚Fine‘“, stand für Betty sofort fest. Chiara reagierte empört; Jenni stand ihr bei und der Tag endete in einem handfesten Krach. Das Spiel wiederholte sich an den nächsten Abenden. Immer panischer untersuchte Betty jedes Haar an „Linchen“, jede kleinste Schramme wurde notiert und „Fine“ zugeschoben. Chiara war verzweifelt und fragte alle anderen, ob sie etwas gesehen haben. Die fröhliche Weide-Zeit verwandelte sich langsam in eine menschliche Eis-Zeit.

Am Freitag dann der Knall: „Linchen“ hatte große Schrammen an der Brust, Betty weinte und für sie wurde „Fine“ von Schluchzer zu Schluchzer zu einem immer blutrünstigeren Monster. Am anderen Ende der Stallgasse saß Chiara und schwor, dass ihre Stute auf der Weide das friedlichste Wesen der Welt wäre. In einem waren sich beide jedoch einig: Ihre Pferde noch einmal zusammen auf eine Weide? Niemals!

Die Sache hatte einen Haken. Egal, wie es sie drehten und wendeten, es kam kein passender Weideplan dabei heraus. Und so konnte sich Jenni schließlich mit ihrem Vorschlag durchsetzen: „Lasst uns doch einfach mal gucken, was auf der Weide wirklich passiert.“

Liebe über den Weidezaun!

Und so zogen sie am nächsten Morgen los, Betty zuerst, dann Jenni und zuletzt – mit ein paar Meter Sicherheitsabstand – folgte Chiara. Was sie sahen? Erst einmal nichts. Die Stuten grasten friedlich auf den Weiden, „Fine“ neben „Mavis“ und „Linchen“ stand nur einen Meter weiter. Die Minuten zogen sich, die Pferde blieben entspannt. Vermutlich hätten Betty und Chiara noch Stunden gewartet, wäre nicht plötzlich Lara mit ihrer „Miss Marple“ gekommen. Sie brachte die Fuchsstute auf die
Nachbarweide und schon ging es los: Wiehern rechts, Wiehern links – und „Linchen“ rannte ans Gatter. So gut es ging begrüßten sich die beiden Stuten, dabei schob „Linchen“ mit ihrer Brust am Holz entlang, immer wieder und wieder. Bettys Augen wurden immer größer. Ausgerechnet die freche „Miss Marple“ hatte es ihrer „Kleinen“ angetan – und diese hatte sich bei dem Versuch, zu ihr zu kommen, selbst verletzt.

Wie gut, dass Lara pragmatisch war. „Linchen“ und „Lulu“ tauschten einfach die Weiden und schon herrschte Ruhe. Erst bei den Pferden und nach einer Entschuldigung von Betty und einem gemeinsamen Versöhnungs-Grillen auch bei den Menschen. „Und im Winter bleibt es bei dieser Zusammenstellung“, beschlossen Chiara und Betty. Wenn keine Neue kommt…

Tags: PferdehaltungSommerStallgeschichtenWeidehaltung

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