Wie bereiten sich die Reiter und ihre Pferde auf dem „Concours Hippique International Officiel“ (CHIO) eigentlich auf die Wettkämpfe vor? pferde.de-Expertin Harriet Jensen ist auf dem Turnier unterwegs und erklärt, warum Sportler und ihre Pferde zur Vorbereitung unter anderem einen Testparcours absolvieren. Zuschauer können dem Schauspiel übrigens auch beiwohnen – etwas, was sich kein Reitsport-Fan entgehen lassen sollte: Interessante Informationen über Sportler und Tier sind garantiert!
Bevor das Turnier für die Pferde und Reiter so richtig losgeht, dürfen die Tiere zunächst den Prüfungsplatz beschnuppern. Die Dressurreiter erhalten eine Trainingszeit im Viereck und die Springreiter dürfen mit ihren Pferden, falls gewünscht, sogar den aufgebauten Trainingsparcours absolvieren.
Der Trainingsparcours auf dem CHIO – Kein Muss für die Springreiter
Ob die Reiter mit ihren Pferden die Hindernisse des Trainingsparcours überwinden, bleibt ihnen selbst überlassen. Was jedoch klar ist: Der Parcours darf nur einmal abgeritten werden. Andernfalls würden sich die Trainingseinheiten zu sehr in die Länge ziehen und zu viel Zeit fressen. Je nach Pferd haben die Reiter einen Plan im Kopf und bauen auch dementsprechend ihre Trainingszeit ein.
Jeder Reiter darf alle seine mitgebrachten und startenden Pferde im Trainingsspringen reiten. Deswegen gehen manche Reiter auch mit deutlich mehr Pferden an den Start. Das Feld ist entsprechend auseinandergezogen: So wird genug Zeit für einen Wechsel gewährleistet. Da die Pferdepfleger nicht zwingend dabei sein müssen, können sie parallel alle Pferde nach und nach auf- und absatteln. Wobei die meisten Pfleger wahrscheinlich trotzdem gerne mit am Start sind. Schließlich wollen sie wissen, wie ihre Schützlinge abschneiden.
Die Trainingsphase – eine ganz entspannte Sache
Das Trainingsspringen wird je nach Größe des Turniers kommentiert. So lässt sich schon vorab etwas über die Reiter und die dazugehörigen Pferde erfahren: Die Kommentatoren verraten beispielsweise ein paar Fun Facts über die Teilnehmer und ihre Pferde und erzählen etwas über die Abstammung oder die bisherigen Erfolge.
Da es sich regulär nur um Training handelt, sind die Pferde nicht eingeflochten. Die Reiter tragen ganz normale Alltagskleidung. Im Übrigen ist das relativ spannend zu sehen, denn die meisten professionellen Reiter sind sonst nur in ihrer Turnierkleidung zu sehen. Zwar weist auch diese bis zu einem gewissen Grad einen individuellen Touch auf, der aber bei Weitem nicht so einzigartig ist, wie ihre Alltagskleidung – die Reiter sind kaum wiederzuerkennen. Das Trainingsspringen schafft so die Möglichkeit, sich einen Einblick über die persönlichen Geschmäcker der Reiter zu verschaffen. Ich schätze die Profis oft etwas anders ein. Da kann es durchaus überraschend sein, zu sehen, für was für T-Shirts sie sich entscheiden.
Die Reiter, die nicht springen, nutzen die Gelegenheit, um ihren Pferden das Stadion zu zeigen und sie schon mal an die Kulisse zu gewöhnen –auch, wenn es bei voller Tribüne mit Turnieratmosphäre natürlich noch einmal etwas ganz anderes ist. Bis zum Start des eigentlichen Turniers geht es im Stadion deutlich entspannter zu. So entspannt, dass manch einer sogar seine Pferde zwischendurch einfach mal grasen lässt.

Der Boden muss für den anstehenden Wettkampf geschont werden
Obwohl während der Trainingsphase noch eine entspannte und ausgelassene Stimmung herrscht, ist das Bodenpersonal bereits in vollem Einsatz: Dieses achtet darauf, dass alles nach Plan läuft. Außerdem hat es die Aufgabe, zwischendurch die Hindernisse umzustellen. Dadurch wird der Boden geschont, sodass er auch noch für die restlichen Turniertage gut bereitbar bleibt. Insbesondere die Bodenpflege wird auf großen Turnieren sehr ernst genommen: Die Pferde und Reiter sollen der Fairness halber bis zum Schluss bestmögliche Bedingungen vorfinden.
pferde.de beim CHIO in Aachen
Übrigens: Natürlich ist auch pferde.de hautnah beim CHIO in Aachen mit dabei. Harriet Jensen ist vor Ort und hält Dich auf dem Instagram-Kanal und den Insta-Storys von pferde.de auf dem Laufenden.








