Kleine Dinge haben eine große Wirkung – davon sind die Forscher Jo White und Ruth Sims von der University of Derby in England überzeugt. Sie untersuchten in ihrer Studie Pferde und Pferdepfleger. Und stellten fest: Wer sein Pferd nur wenige Minuten am Tag kratzt, tut ihm – und sich selbst – was Gutes.
Der Grundgedanke der beiden Forscher: Einfache, aber positive Veränderungen der täglichen Pferdepflege-Routine können sowohl für Tiere als auch für ihre Betreuer von Vorteil sein. Ihre Idee: Pferdepfleger sollten ihre Schützlinge während der Betreuung täglich für mindestens drei bis fünf Minuten kratzen, kraulen oder schubbern.
Pferd mindestens drei Minuten kratzen
Neun Pferdepfleger nahmen an der Studie teil. Ihre Aufgabe: Sie sollten 30 Tage lang die „Kratz-Einheit“ in ihre tägliche Routine einbauen und dabei fest mit einer alltäglich Handlung verknüpfen, zum Beispiel immer nach dem Hufe auskratzen. Um das Kratzen nicht zu vergessen, gab es einen visuellen Hinweis am Stall. Dazu sollten die Pfleger für die Dauer der Studie ein tägliches Kratz-Tagebuch führen, in dem sie unter anderem notierten, ob sie das Pferd gekratzt haben und wie das Pferd reagierte. „Der Zweck war es, durch die Ergebnisse die Teilnehmer auch zu motivieren und zu belohnen“, so das Forscher-Duo.
Das Ergebnis zeigt, dass nicht nur Pferde die täglichen Kratz-Minuten genießen. „Es kam mir so natürlich vor wie die Tasse Tee am Morgen“, sagte ein Teilnehmer abschließend. Ein anderer betonte, dass die neue Routine ihm Spaß gebracht habe. Und auch die Reaktionen ihrer tierischen Schützlinge freute die Studienteilnehmer. „Sie fordern es jetzt alle ein. Ich muss gar nicht mehr selbst daran denken, die Pferde erinnern mich“, sagt eine Teilnehmerin.

Kratzen stärkt Verbindung zum Pferd
Und eine andere Pflegerin gab zu, dass es „ziemlich emotional ist, weil die Bindung offensichtlich da ist. Das Pferd spricht mit mir und lässt mich auch wissen, wenn ich etwas falsch verstanden habe. Es ist wie ein richtiges Gespräch – weil jetzt diese Bindung da ist.“
Die meisten Teilnehmer wollten ihre Pferde auch nach der Studie regelmäßig kratzen. Für die Forscher sind die Ergebnis ein deutlicher Beweis, dass Routine und wenige Minuten täglich die Pferdepfleger und ihr Verhalten den Tieren gegenüber positiv verändert – und umgekehrt.









Ein Pferd ist ein Kamerad und manche Pferde sind Sportkameraden. Wenn Reiter und Pferd für eine Prüfung nicht genügend vorbereitet und/oder gar das gegenseitige Vertrauen fehlt, wird es weder sinnvoll noch rechtens sein, seinen Sportkameraden mit Schlägen zu zwingen, Die ihm Angst machen. In der Ruhe liegt die Kraft, Pferde arbeiten nämlich gerne mit, wenn sie fair behandelt werden.
Da braucht man gar nicht mehr zu sagen,
als , richtig !