Du denkst bei dem Begriff „Hunter under Saddle“ ans Jagdreiten – schließlich kommt das englische Wort für Jäger darin vor? Damit liegst Du jedoch falsch. Der Begriff gehört tatsächlich zum American Quarter Horse. Doch was ist das genau? Hier erfährst Du es…
Zum American Quarter Horse gehört das Westernreiten – das denken viele. Und haben dann Disziplinen wie Reining, Trail, Cutting oder das Barrel Race im Kopf. Doch in Amerika hat sich eine neue Disziplin in den Vordergrund gedrängt, die auch in Europa immer beliebter wird: Hunter under Saddle. Auf Deutsch: Jäger unter dem Sattel. Klingt nach viel Tempo, doch im Prinzip ist es eine Art Dressurdisziplin.
Nur: Wo kommt die Disziplin her? Und was genau bedeutet sie? Wir beantworten hier die wichtigsten Fragen.
Was ist Hunter under Saddle?
Kurz gesagt: Es ist eine Gruppenklasse, bei der die American Quarter Horses mit englischem Sattel und entsprechender Zäumung vorgestellt werden. Auch für die Reiter gilt in dieser Disziplin ein „Kleidungsgebot“. Wie auf unseren Dressurturnieren sind helle Reithose, weißes Hemd und dunkles Jackett bei Richtern besonders gerne gesehen.
Während der Prüfung wird auf oder nahe am Hufschlag geritten, Tempo und Richtung geben die Richter vor. Gezeigt werden Schritt, Trab und Arbeitsgalopp. Übrigens: Es wird immer leichtgetrabt, aussitzen gibt es beim Hunter under Saddle nicht.
Woher kommt Hunter under Saddle?
Der Name verrät es: Hunter under Saddle kommt aus der englischen Jagdreiterei, genauer: der Fuchsjagd. Dabei besteht die Aufgabe des Pferdes darin, seinen Reiter sicher und ruhig über kilometerlanges, abwechslungsreiches Gelände zu tragen und dass mit bequemen und flüssigen Gängen. Dies ermöglichte dem Reiter ein gewisses Maß an Komfort während eines langen Tages im Sattel. Entsprechend begehrt waren die Pferde, die ihre Reiter mit Anmut, Ausdauer und Mut trugen, während die Hunde den Fuchs über Hindernisse, in den Wald und durch Bäche jagten.
Was ist bei dieser Disziplin wichtig?
Die Richter legen Wert auf gleichmäßige Gangarten, raumgreifende Schritte und Leistungsbereitschaft beim Pferd, erklärt die „American Quarter Horse Association“. Außerdem zählen ein guten Sitz und korrekte Hilfengebung beim Reiter.
Gibt es Tipps, um in dieser Disziplin zu punkten?
Wie so oft im Leben gilt auch bei dieser Disziplin: Der erste Eindruck zählt. Das heißt: Wenn die Prüfung beginnt, ist schon die erste Sekunde wichtig.
Und: Da in einer Prüfung mehrere Reiter um die Aufmerksamkeit der Richter „buhlen“, ist es wichtig, sich eine gute Position zu erreiten. Heißt: Nicht wie beim Abteilungsreiten in der Gruppe verschwinden, sondern wenn möglich aus der Masse herausstechen.








