Winter heißt für Pferd und Reiter meist: Ab in die Halle! Doch was, wenn keine Halle zur Verfügung steht? Dann heißt es: Warm anziehen – und ab zur Winterarbeit im Freien. Und die kann ganz schön abwechslungsreich sein, wie pferde.de hier zeigt.
Sie ist warm, gut beleuchtet und vor allem – sie ist trocken: die Reithalle! Im Winter wird sie von allen, die ihren Luxus genießen können, sehr geschätzt. Doch es gibt auch viele Reiter, die keine Halle haben. Oder auch im Winter nicht auf das Reiten in der Natur verzichten wollen.
Das Gute: Auch ohne Halle kann Winterarbeit mit dem Pferd richtig vielseitig sein.
Die richtige Zeit für Basisarbeit
Geländeausritte, Turnier oder einfach nur Spaß – im Sommer bleibt die Basisarbeit meist liegen. Da ist der Winter doch die beste Zeit, um mal ein paar kleine Probleme zu lösen. Wenn dein Pferd zum Beispiel bei Ausritten bei jedem Flatterband umdreht, kannst du in der kalten Jahreszeit in aller Ruhe diese Flatter-Angst angehen und mit Planen und Flatterbändern auf dem Platz arbeiten.
Wenn Dir das auf Dauer zu langweilig ist, kannst Du Dir auf dem Außenplatz einen kleinen Trail aufbauen – zum Beispiel mit alten Tonnen, einem Tor oder einer kleinen Brücke. Das bringt Spaß und fördert das Vertrauensverhältnis zwischen Dir und einem Pferd.
Gelände mit Dressurlektionen
Wenn der Boden mitspielt, ist ein Ausritt auch im Winter schön. Und du kannst ihn mit ein paar Dressurlektionen verbinden. Auf breiten Wegen kannst Du Seitwärtsgänge üben. Okay, Schenkelweichen ist da nicht so einfach, wie auf dem Platz – aber das schult nicht nur die Konzentration Deines Pferdes, sondern auch Dein eigenes Können.
Auch Übergänge und Tempowechsel kannst du gut im Gelände üben. Du kannst dabei auch langsam die Schwierigkeit erhöhen, indem Du zum Beispiel aus dem Rückwärtsrichten antrabst.

Bodenarbeit fürs Vertrauen
Zugeben: Wenn es eisig kalt ist, wollen wir uns lieber ins Warme verziehen. Also: Einfach eine Jacke mehr anziehen (natürlich auf ausreichende Bewegungsfreiheit achten) und raus geht es mit Deinem Pferd auf den Platz. Bei der Bodenarbeit stärkst Du das Vertrauen zwischen Dir und Deinem Pferd, schulst Koordination und Balance – und sorgst für Abwechslung im Pferde- und Reiteralltag.
Ein bisschen Zirkus darf sein
Auch für zirzensische Übungen brauchst du keine Halle – und für die meisten auch nicht viel Platz. Die Zirkuslektionen fordern Dein Pferd, gymnastizieren es und schulen auch das Gleichgewicht. Ideale Übungen sind zum Beispiel der spanische Schritt, das Kompliment oder ein Podest, auf das Du Dein Pferd steigen lassen kannst.
Handarbeit geht immer
Der Boden ist so schlecht, dass Du aufs Dressurreiten lieber verzichten willst? Dann kannst Du auf die klassische Arbeit an der Hand ausweichen. Der Vorteil: Übungen wie Schulterherein, Renvers oder Travers kannst Du mit Deinem Pferd auch auf Geländewegen machen. Das trainiert nicht nur die Muskeln Deines Pferdes, sondern auch seine Konzentration.

Freiarbeit mit Aha-Effekt
Wenn Du keine Halle, aber eine gut umzäunte Wiese (oder, noch besser, Außenviereck) hast, kannst Du im Winter auch Freiarbeit auf den Trainingsplan setzen. Dabei wirst Du einen Aha-Effekt haben – denn die Freiarbeit zeigt Dir auch schnell, welche kleinen Eigenheiten sich zwischen Dir und Deinem Pferd im normalen Alltag eingespielt haben.
Wichtig bei der Freiarbeit: Der Boden darf nicht zu tief und nicht zu hart sein. Denn die ungewohnte Freiarbeit nutzt so manches Pferd auch für ein paar Freudensprünge…








