Bei dem Spruch können wir Pferdemenschen nur mit dem Kopf schütteln. Und fragen uns: Wer hat sich bloß „das Pferd von hinten aufzäumen“ ausgedacht? Wir verraten Dir, woher der Spruch kommt.
„Das Pferd von hinten aufzäumen“ – ganz klar: Diese Redewendung kommt aus der Pferdewelt. Und sie bedeutet genau das, was wir Pferdemenschen in dem Moment denken: Da macht jemand etwas gerade richtig falsch. Genauer: Da fängt jemand am falschen Ende an. Und so wird der Spruch auch heute genutzt: Dass jemand mit einer verkehrten Logik arbeitet. Oder dass jemand nicht dort anfängt, wo man eigentlich beginnt.
Doch wo kommt der Spruch her? Um ehrlich zu sein: Wirklich geklärt ist der „Erfinder“ nicht. Dafür ist bekannt, wer den Spruch nutzte – nämlich der Reformator Martin Luther. Sogar in der Sprichwörtersammlung von ihm taucht diese Redewendung immer wieder auf.
Meister Klügel, der das Ross am Hintern aufzäumen kann
Luther meinte damit Menschen, die alles besser wissen wollen, aber dabei eben auch alles verkehrt angehen. Über sie sagte er zum Beispiel:
„Das heisst der rechte Meister Klügle
Der das Rosz im Hintern zäumen kann
Und reit rücklings seine Bahn
Seiner Sackpfeifen Hall
Ist der allerbeste Schall.“

Übrigens: Luther prägte in diesem Zusammenhang auch noch eine andere Redewendung. Auch „umgekehrt wird ein Schuh draus“. Das steht sogar in der Lutherbibel…








