Bee: Gute Vorsätze

Das ist doch irgendwie total aus der Mode gekommen. Früher hatte jeder einen oder gleich mehrere gute Vorsätze für das neue Jahr. Aber heute? Sind vielleicht alle schon total perfekt? Oder ist man nur klüger und kann schon im Dezember erahnen, das Rauchen würde man im Januar auch nicht sein lassen. Oder das zu viel Schokolade naschen.
Aber was sind denn eigentlich gute gute Vorsätze? Also solche, die Sinn machen, die man erreichen kann oder von denen man wirklich am Ende des Jahres etwas hat? Total im Trend wäre es ja, weniger Plastikmüll zu verursachen, oder weniger Fleisch zu essen. Also falls jetzt noch jemand schnell einen Vorsatz braucht, die dürft ihr euch auf die Fahne schreiben. Da macht ihr schon mal nix mit verkehrt.

Ich möchte das aber noch ein wenig personalisieren, also für mich jetzt... Einfacher ist ja, was man nicht lassen will. Da kann ich gleich ziemlich viel aufzählen. Die langen Sekt-Abende im Stall, die spontanen Aktionen, die sinnlosen (angeblich sinnlosen) Schabracken-Käufe, Hilfsbereitschaft, Neugier, Optimismus und Aktionismus... aber ich könnte versuchen, 2019 öfter die Hundehaare vom Wohnzimmerboden zu saugen. Oder vielleicht mehr „für mich“ tun? Zum Frisör rennen – ach da wird’s mir schon beim Schreiben ganz langweilig. Strähnchen aufsaugen und Haare im Salon auf dem Boden verteilen, das wäre ja doch nichts „für mich“. Da ist eben jeder individuell.

Da kommt mir der Gedanke, was eigentlich Bee und Jackomo sich so für Vorsätze vornehmen könnten. Ist ja einfacher an Anderen etwas zu verbessern als an sich selbst. Bee finde ich, könnte endlich Frieden mit Erwin schließen. Aber eine Biene, die nicht ab und zu im Viereck die Mücken bekommt, wäre das überhaupt noch die Bee, die ich so lieb hab? Ja doch, ich glaub schon. Aber „ab und zu“ wär auch echt oft genug! Also Bee, wenn Du das hier liest: Für jede Dressurvorstellung ohne Erwin-Aussetzer gibt es eine große leckere Banane! Möglicherweise kann Bee nicht lesen, aber möglicherweise eben doch. Zumindest gibt’s W-LAN im Stall!

Jackomo lässt Momo nicht im Regen stehen

Dann kommen wir mal zum nächsten Kandidaten. Der Herr Jackomo. Also hier fällt mir postwendend auch der ideale Vorsatz ein: Jackomo sollte sein selbstverletzendes Verhalten in den Griff bekommen! Sicherlich gibt es hier auch noch extremere Exemplare, die vermutlich eine professionelle psychologische Behandlung nötig hätten, aber ich finde mit 23 Jahren (jetzt 24) muss man seine Motorik mal im Griff haben. Seine Sicherheitssandalen darf man ja keinen Tag mehr ausziehen. Schwupps hat er sich wieder die Beine verschrammt wie ein Halbwüchsiger beim Skateboard-Training. Jetzt haben wir die Beine also weich verpackt, da haut er sich das Auge dramatisch an einem „stumpfen Gegenstand“ an. Klingt ja wie aus der Gerichtsmedizin. Aber die klaffende Wunde auf der Nase aus dem Vorjahr wurde zum Glück nicht übertroffen.

Also Jackomo – bitte tu mehr „für Dich“ und achte auf deinen Körper! Ich vermute, mit einer labbrigen Banane komm ich für diesen exklusiven Wunsch nicht weit. Aber vielleicht in Kombinationen mit Möhren? Vielleicht könntest Du mir heute Nacht im Traum erscheinen und mir den entscheidenden Hinweis geben. Danke schon mal! (Ich bin eben ein Optimist und das will ich auch bleiben.) Die Hunde: Weniger Haare verlieren! Oder wenigstens an weniger Stellen.

So ein Hundeleben

Aber ich möchte hier nicht den Anschein erwecken, ich wäre mit meinen Tieren oder dem vergangenen Jahr unzufrieden. Auf keinen Fall. Meine Tiere sind Superstars! Jetzt kann ich von meinen Highlights aus dem Jahr anfangen, zum Beispiel der Urlaub am Meer in Holland. Das war so toll!

Sommerliche Erinnerungen

Oder auch das Jagdschaubild in Wiesbaden zum Pfingstturnier!

Jagdschaubild 2018

Das Bauernrennen in Iffezheim!

Rasant durch das Jahr

Jedes einzelne Turnier, jeder Ausflug für sich und die Tage dazwischen, wenn wir im heimischen Stall trainieren, spielen oder einfach das Miteinander genießen. Das sind doch die eigentlichen, die wahren Highlights. Wenn Bee sich in ihr Strohbett legt, und ich zum Kuscheln dazukommen darf. Da geht mir das Herz auf. Wenn mein alter lieber Jackomo im Gelände einen fliegenden Trab hinlegt und mir mit seiner ganzen Seele zeigt, wie gut er drauf ist.
Wisst ihr, wenn ich Bee nach dem Reiten eindecke, da macht sie das Allersüßeste, was ein Pferd zu bieten hat. Die Decke ist an der Brust nicht geöffnet (weil ich ein fauler Mensch bin und ihr das über den Kopf ziehe) – wenn sie dann gerade die Nase im Futtertrog hat, ihr Mash schlabbert oder den Hafer... dann komm ich und halte die Decke hoch, mit dem Loch für ihren Kopf. Sie kommt zu mir und steckt mit Schwung den Kopf in ihren Kragen – um dann weiter zu futtern, während ich die Schnallen schließe. Ich find das einfach zum Kaputtknuddeln. Das hab ich ihr nie beigebracht oder sie sonderlich dafür belohnt. Sie mag wohl einfach gerne ihre Decke und es ist ein so tägliches Ritual geworden, da geht man miteinander um wie 2 Menschen, die den Tisch decken. So unspektakulär und doch so intim und schön.

Aber bevor ich jetzt doch zu sentimental und schnulzig werde, kehre ich zu meiner Ausgangsposition zurück. Meine Vorsätze für 2019, ganz offiziell und für alle Welt nach zu lesen:
1. Ich gebe Bee eine Banane, wenn sie brav ihre Dressuraufgabe durchläuft
2. Ich schreibe meine Blogs nicht immer auf den letzten Drücker damit
2. a) noch jemand die Möglichkeit hat meine vielen Kommas zu korrigieren
2. b) ich lerne endlich die korrekten Komma-Regeln (Variante b) wird vom Autor als relativ hoffnungslos eingestuft)
3. Weniger Plastikmüll und mehr Gemüse in meinem Haushalt :)

Neujahrsspringen 2019

Mein erstes Highlight aus 2019: Neujahrsspringen und anschließend umdecken :-)))
Eure Momo

 

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