Ganz easy: vollautomatische Fütterung

Wenn der Futterwagen klappert, geht es los. Dann legt „Lester“ die Ohren an, „Calisto“ scharrt mit den Hufen und „Donata“ keilt gegen die Wand aus. Wenn das Futter im Trog landet, versucht jedes Pferd möglichst schnell den Hafer oder das Müsli zu verschlingen. Dabei wird meisten weiter Radau gemacht. Für die Pferde bedeutet das alles viel Stress und gesund ist das auch nicht. Erstens besteht die Gefahr, dass besonders wilde „Futterneider“ sich in der Box verletzen. Aber vor allem ist das hektische Fressen überhaupt nicht gut für die Verdauung der Pferde. Die Vierbeiner sind ursprünglich Steppentiere. Die Urahnen unserer heutigen Pferde fraßen über den ganzen Tag verteilt viele kleine Portionen. Nur auf diese Weise entwickeln Pferde genügend Speichel, um das Futter in eine breiige, gut verdaubare Masse zu verwandeln.

Futterautomaten oder auch Kraftfutter-Dosiergeräte (z.B. der Firma Weinsberger) simulieren das Nahrungs-Angebot in der freien Wildbahn. Diese modernen Geräte schütten über den ganzen Tag verteilt kleine Portionen aus, ohne das verdächtige Geräusche wie Rattern oder Klappern die Fütterung ankündigen. Auch für die Betriebsinhaber gestaltet sich die Fütterung stressfreier. Statt drei Mal am Tag, muss er sich nur ein bis zwei Mal um den Nachschub kümmern, denn öfter müssen die Automaten nicht gefüllt werden. Es gibt Futterautomaten für einzelne Boxen, die einfach über dem Trog befestigt werden und computergesteuerte Systeme, mit den viele Pferde versorgt werden können. In einem Hit-Aktivstall erhält z.B. jedes Pferd ein Halsband in dem ein Chip (ein sogenannter Transponder), integriert ist. Dieser kommuniziert mit dem zentralen Fütterungscomputer. Das heißt, das jeweilige Pferd bekommt über den Fütterungsautomaten nur dann die individuelle Ration, wenn das Futter auch vom Computer „freigegeben“ wird. Mehr Infos unter: www.hit-aktivstall.de

Die meisten Hersteller bieten solche Geräte an, die über ein zentrales System (z.B. einen Computer) gesteuert werden. Das heißt der Betriebsinhaber kann im voraus die genaue Menge und Mischung programmieren. Es gibt Automaten, die auch die Mischung übernehmen, bei anderen muss das selbst angemischte Futter eingefüllt werden. Das Futter wird dann beliebig oft in kleinen Mengen in den Trog des jeweiligen Pferdes abgegeben. Es ist also immer Fütterungszeit. Die Folge: Die Vierbeiner genießen ihr Futter entspannter und nehmen sich mehr Zeit, es gründlich zu kauen und zu schlucken.

Die angebotenen Produkte sind meistens rostfrei und nicht störungsanfällig. Viele haben ein integriertes Akku, laufen also auch bei Stromausfall weiter. Die Technik ist billiger, als man denkt. Der günstigste Automat ist bereits ab 200 Euro pro Box zu bekommen. Zudem muss auch die gesparte Arbeitszeit berücksichtigt werden. Außerdem geht nicht so viel Futter wie bei der herkömmlichen Fütterung verloren. Ein Rechnungsbeispiel finden Sie hier.

Seit einiger Zeit gibt es auch Automaten für Raufutter. Bei den meisten Geräten rutscht das Heu per Schaltuhr in eine Raufe, die mit einem Gitter abgedeckt wird. Wenn Heu freigegeben wird öffnet sich das Gitter, damit die Pferde fressen können. Am Ende der Fütterungszeit schließt sich das Gitter wieder.

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