Gesund ins Jahr 2009 – Husten und Mauke bei Pferden

Im Winter und Frühjahr leiden viele Pferde an Husten oder Mauke. Ein Glück gibt es zahlreiche Behandlungsmethoden, um diese hartnäckigen Krankheiten zu bekämpfen. Husten
Atemwegserkrankungen beim Pferd können verschiedene Ursachen haben. Meistens beginnt der chronische Verlauf mit Infektionen durch Influenza- und Herpesviren. Wird diese Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, entwickeln sich daraus häufig Allergien auf Pilzsporen aus Heu- und Strohstaub und Blütenpollen. Bei einer akuten Erkrankung geht es zunächst darum, den zähen Schleim zu verflüssigen. Der Tierarzt wird dazu Hustenpulver „verschreiben“, das entweder den Wirkstoff „Dembrexin“ oder „Acetylcystein“ enthält. Im Handel werden zudem verschiedene Produkte, z.B. Kräutermischungen, angeboten, die den Heilungsprozess unterstützen. Eine entscheidende Rolle spielt auch, ob Pferde sich hinreichend bewegen können. Immer noch ist die Boxenhaltung in den Reitbetrieben am weitesten verbreitet. Gerade im Winter verbringen fast alle Vierbeiner im Durchschnitt 22 Stunden in der Box. Experten sind sich einig, dass es nicht ausreicht, Pferde mit Atemwegserkrankungen mit Medikamenten zu behandeln. Pferde in freier Wildbahn erkranken nicht an Husten. Optimale Bedingungen sind also nur im Freien gegeben. Insofern sollte gerade bei chronisch erkrankten Tieren Offenstallhaltung angestrebt werden. Wenn die nicht möglich ist, sollten die Vierbeiner wenigstens das ganze Jahr über an der frischen Luft Auslauf haben. Mauke
Mauke beginnt ganz harmlos: Erst rötet sich die Haut in der Fesselbeuge, dann wird sie warm und platzt schließlich auf. Bläschen und kleine Knötchen bilden sich. Im weiteren Krankheitsverlauf entsteht eine nässende, wunde Oberfläche mit übel riechendem, schmierigen Belag. Schließlich entwickelt sich eine dicke Kruste. Für ein Pferd ist das alles sehr schmerzhaft, manche Pferde lahmen sogar. Mauke wird durch bakterielle Infektionen, Pilze, aber auch durch Milben hervorgerufen. Ursache für diese langwierige Hauterkrankung ist meistens Nässe auf Paddocks und im Stall. Wenn Pferde gerade jetzt in der nassen Jahreszeit stundenlang im Matsch stehen hat die Mauke ein leichtes Spiel. Trotz aller Pflege, kann die Mauke trotzdem ausbrechen. Welche Behandlungsmethoden sind dann geeignet?
Im Anfangstadium, wenn die Haut erst gerötet und warm ist, lässt sich die Mauke am besten behandeln. Dann hilft es zunächst, die Fesselbeuge gründlich mit warmen Wasser und z.B. grüner Seife zu waschen und eine entzündungshemmende Creme (Zink-Lebertran-Salbe, Calendula-Salbe oder Sulfononamid-Lebertran-Salbe) auf die erkrankten Hautstellen aufzutragen. Manche Pferdebesitzer haben auch mit Aloe-Vera-Produkten und Ingwerwurzeltinkturen gute Erfahrungen gemacht. Aber Achtung: Sobald die Wunden zu nässen beginnen und sich eine Kruste bildet, sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.

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