Heu-Proppen-Test: Antje & Belize

Besitzerin: Antje, 42 Jahre

Pferd: Belize, 15 Jahre, Hannoveraner, Wallach

Wallach Belize leidet unter COB und hustet auf Heu in allen Darreichungsformen.

Das sagt Antje nach der ersten Fütterung:

Wie gefällt dir die Verpackung der Heu-Proppen? (Ist sie gut zu transportieren, leicht zu öffnen, gut zu schließen und zu lagern?)

Die Verpackung ist leicht zu öffnen, aber wenn man sie erst einmal aufgerissen hat, ist sie auch nicht mehr zu schließen. 10 kg sind für mich recht schwer zu tragen. Die Papiertüte an sich stört mich nicht, da wir die Heuproppen zu Hause zubereiten. Im Stall, wo es auch mal feucht wird, könnte das ein Problem sein, und vermutlich muss man dort die Proppen in einer Futtertonne aufbewahren. 

Wie lassen sich die Heu-Proppen füttern? (Ist eine genaue Dosierung möglich? Wie gelingt dir die Zubereitung?)

Eine genaue Dosierung ist möglich. Die Heu-Proppen lassen sich relativ schwer auseinanderbrechen. Die Einweichzeit ist für mich persönlich ok. Bis am Stall alles fertig ist, sind sie aufgeweicht. Wir werden auch mal testen, ob wir sie in Zukunft ganz lassen und über Nacht einweichen. Eventuell ist das die bessere Alternative.

Welche Reaktion zeigt dein Pferd auf die Heu-Proppen? (Frisst mit Appetit, frisst gar nicht, frisst mehr als bei normalem Heu)

Zum Anfüttern haben wir 4 Proppen aufgeweicht und sie im Eimer angeboten. Mein Pferd ist sehr mäklig, ich war gespannt. Er hat sie gefressen, aber seine Begeisterung war...mittel...;-). Die zweite Portion wurde etwas kleiner gewählt und mit wenig Kraftfutter gemischt. Das ging viel besser. Trotzdem frisst er sie auch pur. Die Akzeptanz erhöht sich erfahrungsgemäß im Laufe der Zeit. Die nächsten Tage bekommt er weiterhin kleine Portionen, dafür mehrfach am Tag. Sobald er sie ganz normal frisst, werden wir nach und nach die Menge erhöhen.

Was ist zusammenfassend dein erster Eindruck der Heu-Proppen? Was erwartest du von der Fütterung innerhalb des Testzeitraumes?

Die Konsistenz ist gut, der Geruch relativ intensiv, aber nicht unangenehm. Ich erhoffe mir, dass ich wenigstens einen Teil der Heulage durch die Proppen ersetzen kann. Normales Heu verträgt mein Pferd seit ein paar Jahren nicht mehr. Jeder Versuch, doch wenigstens teilweise Heu zu füttern, ist in den letzten Jahren immer wieder misslungen. Die Heu-Proppen scheinen mir, im Gegensatz zu normalem Heu, recht staubarm. Dazu kommt, dass sie ordentlich gewässert werden müssen. Das lässt mich hoffen, dass mein Pferd es vielleicht verträgt und wir so ein bisschen Heulage austausche können. Ich glaube, sie können ein Mittel sein, um Fresspausen zu verkürzen, wenn Pferde in Ställen stehen, wo zu wenig Heu gefüttert wird. Im Moment kann ich es mir allerdings nicht vorstellen, die gesamte Ration an Raufutter damit zu ersetzen. Mein erster Eindruck ist, dass dies recht umständlich werden könnte. Ich bin wirklich gespannt, ob mein Pferd die Proppen auf lange Sicht verträgt.

Komplette HalmstrukturDie ganzen Halme sind klar zu erkennen. Foto: Privat

Das ist Antjes Fazit nach Abschluss des Testzeitraums:

Wie haben dir die Heu-Proppen in der Handhabung gefallen (Dosierung, Geruch, Zubereitung)?

Der Geruch der Heuproppen ist recht angenehm, es riecht etwas intensiver als Heu. Die Dosierung ist kinderleicht und auch die Zubereitung ist kein Hexenwerk. Die Proppen gehen besser auf, wenn man sie vorher etwas zerbricht oder man lässt sie über Nacht einweichen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass man lieber zu viel Wasser nimmt, als zu wenig. Das überschüssige Wasser kann man vor der Fütterung einfach abgießen.

Einmal habe ich vergessen, sie zu füttern. Da lagen sie 24 Stunden im Wasser. Das habe ich weggeworfen, das hat doch etwas gerochen. Meiner Meinung nach ist das eher nicht zu empfehlen.

Was im Offenstall die Handhabung auch etwas schwieriger macht, sind Minusgrade. Durch die Feuchtigkeit friert die 'Masse' dann doch wieder zusammen.

Was unterscheidet deiner Meinung nach die Heu-Proppen von gewöhnlichem Heu und Heucobs?

Die Proppen zerfallen nicht zu "Brei" wie normale Heucobs. Das Pferd muss immer noch kauen. Das gefällt mir gut. Das nass machen und feucht füttern ist im Vergleich zu Heu auch recht unaufwendig. Früher haben wir das Heu gewässert, das war immer recht umständlich, gerade im Winter nicht immer spaßig. ;-)

Wie hat dein Pferd die Heu-Proppen über den Testzeitraum angenommen (Fressgenuss, Kautätigkeit, Appetit,...)?

Am Anfang hat mein Pferd die Proppen gut gefressen, die letzten beiden Wochen mocht er sie nicht mehr so gerne. Manche Tage hat er sie leider total verweigert. Ich habe das Ganze am Ende mit Apfelfasertalern oder Mast "gestreckt", damit hat er sie zumindest halbwegs gefressen.

Die Kautätigkeit war normal. Ich finde, man muss gucken, dass sie wirklich ganz zerfallen, bevor man sie füttert. Ein hastiger Fresser könnte dort Probleme bekommen, wenn sie im Inneren noch trocken zusammengepresst sind.

Konntest du Veränderungen im äußeren Erscheinungsbild deines Pferdes feststellen (Fellbeschaffenheit und -glanz, Gewichtszu- oder -abnahme)?

Mein Pferd hat weder zu- noch abgenommenn. Er hat nach Abnahme der Ekzemerdecke schönes Winterfell bekommen. Glanz etc. hat sich nicht verändert.

Konntest du Veränderungen im Verhalten deines Pferdes feststellen (Nervosität, Ausgeglichenheit, Energie, ...)?

Mein Pferd ist sowieso sehr ausgeglichen. Leider hat er sich im Testzeitraum verletzt, daher kann ich zum Thema Energie beim Reiten nichts berichten. Ich hätte mir tatsächlich aber mehr gewünscht, vielleicht probieren wir es noch mal wenn er wieder geritten werden kann.

Wie verhielt es sich mit der Verdauung des Pferdes (Beschaffenheit des Pferdekots, Häufigkeit der Ausscheidungen, ...)?

Die Verdauung war bei meinem Pferd auch vorher schon gut. Ich konnte keine Veränderung feststellen. Auch die Häufigkeit der Ausscheidungen und die Beschaffenheit des Kots haben sich nicht geändert.

Welche weiteren Eindrücke von den Heu-Proppen hast du?

Mein Eindruck zum Wässern: Am besten über Nacht, aber auf keinen Fall 24 Stunden (es fängt an zu "müffeln").

Wenn es schneller gehen muss, am besten die Proppen so gut es geht auseinanderbrechen.

Das Wasser im Eimer gieße ich ab. Es wird sehr schwarz.

Das Fressverhalten von meinem Wallach war anfangs gut, später war die Akzeptanz nicht mehr ganz so groß.

Ich glaube, es ist eine super Ergänzung für Pferde, die in Ställen stehen, wo vielleicht nicht genug Heu gefüttert wird. Damit lassen sich nachts Fresspausen gut überbrücken.

Für mich persönlich ist das Ganze bei großen Rationen relativ aufwendig. Wir müssen das Wasser aus dem Haus holen bzw. die Proppen dort aufweichen. Das ist etwa umständlich und schwer zu tragen ;-). Wenn man fließend Wasser am Stall hat ist das vermutlich nicht so schwierig.

Hat die Fütterung der Heu-Proppen deine Erwartungen an das Produkt erfüllt? Warum/warum nicht?

Die Frage war, ob diese Art der Heufütterung für mein Pferd infrage kommt oder ob es das trotzdem Hustenreize auslöst. Bisher ist jeder Versuch, wieder Heu zu geben, gescheitert, bei Heulage hat er mit der Atmung keine Probleme.

Die gute Nachricht ist: Er hustet nicht, die Lunge verträgt die Heu-Proppen also gut.

Meine Heulageration kann ich deshalb mit gutem Gewissen mit Heu-Proppen "aufpeppen" und so zumindest wieder teilweise Heu füttern. Deshalb hat das Produkt meine Erwartung erfüllt.

Vielen Dank, dass wir testen durften.

 

Was sagen die anderen Tester zu den Heu-Proppen?

Stefan & Ruvero

Katrin & Ricardo

Alina & Dequilla

Kira & Alexa

Der Test im Überblick

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