Hitzschlag bei Pferden

Was für eine Hitze in Deutschland. Eigentlich herrlich, aber die hohen Temperaturen können Pferden richtig zu schaffen machen. Pferde stehen selten freiwillig in der prallen Sonne. Wenn auf der Koppel Bäume sind, suchen sie sich gerade in der Mittagszeit ein schattiges Plätzchen. Wenn kein Schatten vorhanden ist, kehren die Pferde der Sonne ihr Hinterteil zu. Genau so verhalten sich die Vierbeiner bei starkem Regen. Bei Temperaturen über 30 Grad schwitzen viele Pferde, obwohl sie nur grasen. Wenn die Körpertemperatur auf 40 Grad ansteigt, kann es gefährlich werden: Das Pferd kann einen Hitzschlag erleiden. Die Symptome: Die betroffenen Tiere sind ängstlich und apathisch, atmen rasch und oberflächlich, die Schleimhäute sind blaurot verfärbt. Am Anfang schwitzen die Pferde stark, dann fühlt sich die Haut trocken und heiß an. Plötzlich taumeln die Vierbeiner, stürzen und bleiben liegen. Manche Pferd sind schon an einem Hitzschlag gestorben.

Zum Hitzschlag kommt es ausschließlich bei extrem heißem Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit. In schlecht belüfteten Ställen, auf heißen Anhängern oder in Turnierzelten können Pferde ebenfalls zu viel Hitze abbekommen.

Pferde, die einen Hitzschlag erlitten haben, dürfen auf keinen Fall eingedeckt werden, da sich die Hitze noch mehr stauen würde. Wichtig ist eine Abkühlung mit reichlich Wasser. Kaltwasserdruckmassagen haben sich dabei besonders bewährt: Das Pferd wird am ganzen Körper mit dem Schlauch abgespritzt und dann mit einer Bürste massiert. Das sollte fünf Minuten dauern und nach einer Stunde wiederholt werden, Auf diese Weise wird die Blutzirkulation wieder in Schwung gebracht.

Damit es erst gar nicht zu so einem Kreislaufkollaps kommt, sollten Pferdebesitzer darauf achten, die Tiere bei besonders heißem und schwülen Wetter nicht der direkten Sonnenstrahlung auszusetzen. Wenn auf den Koppeln keine Bäume sind, ist es besser, die Tiere in der Mittagszeit in den Stall zu stellen – also eine Siesta für Pferde. Insofern ist bei den Vierbeinern nicht anders zu handeln als bei Menschen und insbesondere Kindern und Senioren. Außerdem sollte immer ergenügend Wasser vorhanden sein, gerade auch auf Transporten oder auf Turnieren. Ein Plastikeimer gehört unbedingt zur Ausrüstung. An sehr heißen Tagen ist es auch besser frühmorgens oder abends zu reiten. Oder man gönnt den Tieren einen freien Koppeltag und fährt an einen See, ins Freibad oder an den Strand. (wem)

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