Hufpflege beim Pferd

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Der Spruch „Ohne Huf kein Pferd“ ist durchaus von Bedeutung. Zu jeder Tages- und Nachtzeit werden die Hufen der Pferde beansprucht. Ob beim Stehen im Stall, beim Turnierspringen, beim Ausreiten ins Gelände oder auf dem Reitplatz. Die Hufen der Tiere werden rund um die Uhr belastet und schon kleinste Fehlstellungen können Schäden hinterlassen.
Der Huf und die dazugehörige Hufpflege des Pferdes sind daher von zentraler Bedeutung für seine Gesundheit. Sein Leben lang muss der Huf das Gewicht des Pferdes tragen sowie die Stoßwirkung jedes Schrittes und Sprungs abfedern. Zusätzlich verstärkt er die Durchblutung des Zehenendorgans bei Belastung. Im Wesentlichen besteht der Huf aus dem vorderen relativ starren Teil, der einen festen Stand gewährleistet, und dem hinteren flexibleren Teil, der vor allem für die Stoßbrechung zuständig ist.

Regelmäßige Hufpflege bei Pferden ist sehr wichtig, da bei der heutigen Haltungsform von Pferden die natürliche Abnutzung nicht gegeben ist. Dreckige, schlecht gepflegte Hufen können häufig Ursache für Lahmheit sein und können zu bleibenden Schäden führen.
Kontinuierliche Pflege, wie das tägliche Auskratzen, um Steine oder Körner zu entfernen, ist demnach besonders wichtig und effektiv. So können zum Beispiel kleinere Verletzungen frühzeitig entdeckt werden und Hufprobleme können gar nicht erst entstehen.
 
Wildlebende Pferde laufen täglich dutzende von Kilometern. Dadurch entsteht genug Reibung, die den Huf natürlich pflegt. Richtige Hufpflege durch zu weiche Böden und chronischen Bewegungsmangel ist bei diesen Bedingungen in einem Stall nicht gegeben. Deswegen benötigt ein vom Mensch gehaltenes Pferd eine besondere, am besten tägliche Hufpflege. Die Ernährung spielt dabei eine große Rolle, damit der Huf nicht weich und brüchig wird. Auch die Box sollte möglichst trocken sein, um Huffäule zu vermeiden. Bei Ausritten in Wald, Wiese und Feld sollte die Hufe vor und nach dem Reiten sauber ausgekratzt, gereinigt und gegebenenfalls auch abgespritzt werden. Nach dem Säubern der Beine und der Hufen mit einer nassen Bürste empfiehlt sich zudem regelmäßiges Einfetten mit Huffett.
Allgemein gilt: der Natur freien Lauf lassen! Ermöglichen Sie Ihrem Pferd das Barhuf laufen und ohne festen Beschlag, ohne Schmerzen. Sie schenken Ihrem Pferd eine richtige Wohltat. Jedoch kann nicht jedes Pferd ohne Hufschutz auskommen. Eine individuelle Begutachtung vor und nach der Bearbeitung der Hufen ist zu empfehlen.
 
Bei beschlagenen Pferden sollten die Eisen alle sechs bis acht Wochen vom Hufschmied überprüft und eventuell erneuert werden. Zusätzlich sollten Sie täglich kontrollieren, ob alle Eisen fest sitzen. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie das Pferd nicht auf hartem Boden reiten, bis alles wieder in Ordnung ist. Bei starken Stellungsfehlern, Krankheiten und Fohlen mit Stellungsfehlern sollte man ebenfalls frühzeitig zur Kontrolle gehen, um eventuelle Hufprobleme zu vermeiden.
Barhuf-Pferde sollten alle 4 bis 6 Wochen zum Schmied. Dieser schneidet die Hufe aus und kontrolliert die Stellung des Pferdes. Haben sich die Hufe zu sehr abgelaufen, versieht er das Pferd mit Eisen, um Lahmheiten zu vermeiden.
 
Wie merke ich, dass mein Pferd zum Hufschmied muss?
Ist der Huf sehr dünn und haben sich Risse und Spalten gebildet, ist der Huf locker und nicht mehr passgenau, dann sollten Sie den Hufschmied aufsuchen. Auch wenn das Pferd stolpert oder hinkt wäre eine Kontrolle angebracht. Hufprobleme können auch durch mangelhafte Nährstoffversorgung entstehen, da dadurch kein qualitätsstarkes Horn mehr produziert werden kann. Es wird spröde, bröckelt und ist anfälliger für Bakterien.
Außerdem können Sie beobachten, ob Ihr Pferd eine Fehlstellung der Beine hat und gegebenenfalls kaum noch Auftreten kann.

 

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