Jede zweite Beziehung im Pferdesport scheitert

Das kennt jeder Reiter. Es gibt Tage, da möchte man seinen Vierbeiner am liebsten loswerden. Verkaufen, verschenken, egal. Alles klappt nicht: Das Pferd geht nicht genügend vorwärts, hat Anlehnungsschwierigkeiten, bockt oder legt sogar die Ohren an, wenn „sein Mensch“ an die Box kommt. Alle anderen, so scheint es dann, haben super gutmütige motivierte Pferde unterm Hintern. Da gelingen sogar „fliegende Wechsel“ scheinbar mühelos, wohingegen der eigene Vierbeine immer noch Mühe hat, eine Volte zustande zu bringen.

Wer jetzt gleich an „Trennung“ denkt, sollte sich vielleicht eine Stunde Zeit nehmen, tief durchatmen und den neuen Ratgeber der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN): „Jede zweite Beziehung im Pferdesport scheitert“ durchlesen. Auf humorige Weise wird dort beschrieben, wie die Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd zum vollen Erfolg wird.

Partnerschaft – das ist auch schon die Kernaussage dieser lesenswerten Broschüre. Genau dies sollte der Reiter anstreben. Leicht gesagt, aber wie getan? Zehn Tipps sollen dem Reiter helfen, das Flucht-, Bewegungs- und Herdentier „Pferd“ besser zu verstehen. „Je besser ich mich in meinen Partner hineinversetze und seine Instinkte verstehen lerne, desto schöner wird die Beziehung.“ Im Gegensatz zu menschlichen Beziehung sei eine funktionierende Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd von gegenseitigem Respekt gekennzeichnet. Der Mensch müsse das Pferd führen, nur so könne eine Basis des Vertrauens entstehen. Die Rolle des „Chefs“ kann ein Mensch nur dann erfüllen, wenn es klare Regeln gibt. Tatsächlich haben Reiter, die ihre Pferde als gleichberechtigten Partner sehen wollen, oft die meisten Schwierigkeiten mit ihrem „Liebling“. Da darf das Pferd beim Ausritt einfach den Kopf ins Gras stecken, an der Jacke zupften, um nach einem Leckerbissen zu suchen, oder seinen Reiter beim Führen einfach umrennen. So etwas geht nicht. „Falsch verstandene Tierliebe und der Wunsch nach einer gleichberechtigten Partnerschaft mit dem Pferd können dazu führen, dass mein Pferd vielleicht unkontrollierbar und gefährlich wird.“

Wer trotz der guten Tipps, mit seinem Pferd immer noch nicht klarkommt, sollte sich nicht scheuen „eine Partnerberatung“ aufzusuchen. Ein Außenstehender, zum Beispiel ein qualifizierter Reitlehrer, ist viel besser in der Lage, Lösungswege aufzuzeigen.

Die mit lustigen Zeichnungen von Jeanne Kloepfer illustrierte Broschüre umfasst 34 Seiten und ist kostenlos zu beziehen bei der FN, FN-Service, 48229 Warendorf, E-Mail: , Telefon: 02581 – 6362-222

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