Larimar in Deutschland: Eingewöhnungszeit und Hilfe aus Spanien

Über und durch Larimar ging eine riesen Reise los, angefangen mit dem Entschluss, dieses Pferd zu kaufen. Da ich ihn in Spanien von einem privaten Mann kaufte, suchte ich mir vorab Hilfe bei deutschsprechenden Pferdekennern in Spanien: Jan Krakowsky und Carola Wehrhan von Andalusier.com. Ich schrieb sie damals einfach an ob sie mir helfen könnten, obwohl ich nicht mal ein Pferd von ihnen kaufen wollte. Selbstlos halfen sie mir und sprachen mir immer wieder gut zu, regelten den Papierkram und kümmerten sich bei den Transportproblemen um mich.

Als Larimar dann endlich bei mir war, waren wir alle erleichtert und sie wünschten uns alles Gute. Leider entdeckte ich ein paar Tage nach Larimars Ankunft, dass seine Kastrationsnarbe nicht in Ordnung war. Nach einigen tierärztlichen Untersuchungen stand fest, dass Larimar in die Klinik musste. Es hatte sich eine Samenstrangfistel gebildet, die operiert werden musste.

Die Tierarztkosten häuften sich auf über 4.500,- Euro und ich rief wieder verzweifelt bei Andalusier.com an um abermals um Hilfe zu bitten. Sie gaben mir den Tipp MIT Larimar das Geld zu verdienen, da wir ein besonderes Paar wären... Vielleicht sollten wir zum Film gehen...

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Ich vertraute Ihnen und meldete mich bei Lene Husch und Suzanne Sera, damals noch unwissend, dass Filmpferde.com dahinter stand. Nach einigen Bewerbungsvideos lud mich Suzi zu Probeaufnahmen für Ostwind 2 ein.

Kaum drei Monate kannten das junge Pferd und ich uns vor dem Dreh. Da er krank war aber trotzdem bewegt werden sollte, gingen wir spazieren und spielten in seinem kleinen Paddock. Ich war täglich viele Stunden bei ihm und versorgte seine Wunde, beschäftigte ihn und wir lernten uns immer besser kennen.

Larimar und ich reisten direkt nach der OP-Genesung nach Kassel zum Dreh. Dort ging unsere Reise weiter...

Wir waren beide neu und unbedarft, keiner von uns hatte Ahnung von Dreharbeiten und wir wurschtelten uns gemeinsam durch dieses Abenteuer. Ich wurde damals, im Juni 2014 hoch nach Kassel gefahren (hatte noch nicht mal einen Hängerführerschein), ausgeladen und dann stand ich da. In der einen Hand hielt ich Larimar am Strick, in der anderen trug ich meine Reisetasche, auf dem Rücken ein großer Rucksack.

Ich fragte mich durch und lernte als erstes Barbara Rönneburg kennen, welche Larimar und mich täglich begleitete, da sie für das Aussehen der Pferde zuständig ist - also unsere Pferde-Maske oder ganz offiziell Pferde-Hairstylistin. Ihr werdet euch sicher wundern, dass es diesen Beruf gibt, aber als ich Zeuge wurde, wie aus einem Fuchs ein Rappe wurde, war ich mir sicher, dass ich mit Larimar eine vollkommen neue Welt betreten würde. Ich lernte als nächstes Gerd Grzesczak kennen, ein Horse-Master von Filmpferde.com, welcher uns in Ostwind 2 betreute. Suzanne Sera, ebenso Horse-Masterin von Filmpferde.com, und Gerd Grzesczak haben in Larimar das Talent als Filmpferd entdeckt. Unsere Filmgeschichte sollte also nicht mit Ostwind II enden.

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Zum Abschluss dieses extremen Sommers wurde ich mit der Frage verabschiedet, ob ich Lust hätte, weiter zu machen, meine Antwort war damals ein zaghaftes „Ja“. Heute bin ich überglücklich, diese hammer mega Erfahrungen gesammelt zu haben, mit dem besten Filmpferd, das ich kenne.

Larimar ist stets und bis heute mit seiner Aufmerksamkeit bei mir und ist gespannt, was wir wieder Neues erleben können. Er rockt jedes Set, da er so unglaublich vielseitig ist und er wirklich komplexe Aufgaben mit Ruhe, Geduld und Intelligenz löst. Damals haben wir innerhalb kürzester Zeit einen guten Grundstock an Tricks und Kommandos erlernt, anschließend und bis heute wurde es rasant komplex...

Das alles passierte 2014. Damals war ich mehr als verliebt in meine Vanille-Kugel und wusste noch nicht, was noch auf uns warten würde...welche Wellen dieser Start schlagen würde...Wir haben uns bewiesen und wussten von da an, was auf uns warten könnte.

Wie es nach dem ersten Dreh mit uns weiter ging, erfahrt ihr im nächsten Teil.

Eure Svea