Optimale Pferdefütterung bei Allergien

Allergien bei Pferden sind keine Seltenheit. Die Auslöser sind vielfältig und die Symptome oft nicht auf den ersten Blick sicher zuzuordnen. Ist eine Allergie erkannt, hilft oft eine Anpassung bei der Fütterung, um Symptome zu lindern oder allergische Reaktionen einzudämmen.

Artgerechte Herdenhaltung im Freien mit Raufe für Raufutter

Durch veränderte Haltungsbedingungen und Umwelteinflüsse, kommt es auch bei Pferden immer häufiger zu Allergien. Doch auch „klassische“ Auslöser sind verbreitet und bereiten – oft jahreszeitenabhängig – Probleme.

Allergien – hier kann über das Futter eingewirkt werden

Wie beim Menschen, gibt es auch beim Pferd unterschiedliche Arten von Allergien. Viele Pferde reagieren allergisch auf Insekten, Ekzeme sind weit verbreitet. Ebenso kann es eine Reaktion auf Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen geben oder zu einer Allergie gegenüber Medikamenten und ihren Inhaltstoffen kommen.

Blickt man auf Allergien in Zusammenhang mit der Fütterung, können zwei Arten auftreten. Zum einen eine Futtermittelallergie. Hierbei kommt es zu Reaktionen auf einen der Inhaltsstoffe des Futters, wobei es sich sowohl um chemische Zusätze, wie beispielsweise Konservierungsstoffe, handeln kann, als auch um natürliche Inhalte, wie Hafer oder Melasse.

Futtermittelallergien sind nicht allzu weit verbreitet. Stellt man diese fest, dann kann eine über mehrere Wochen durchgeführte Ausschlussdiät Erkenntnisse zu dem „Übeltäter“ bringen. Hierbei werden einzelne Bestandteile des Futters weggelassen, um eine Veränderung der Symptome festzustellen. Dieses Vorgehen erfordert Zeit, denn eine Linderung stellt sich nicht zwingend sofort ein. Ist klar, was der Auslöser ist, kann eine allergenfreie Alternative gewählt werden.

Weitaus häufiger kommen Umweltallergien beim Pferd vor. Auslöser hiervon lauern sowohl draußen auf der Weide, als auch im Stall. Dort findest du sie in Form von Milben (z.B. Staubmilben) und Schimmelpilzen. Diese wirken sich auf die Atemwege des Pferdes aus und führen zu Reaktionen wie Husten und Dämpfigkeit. Die Boxenhaltung verstärkt die Symptome zusätzlich und Tiere mit Atemwegserkrankungen reagieren immer allergisch auf belastende, staubige Futterbestandteile.

Es ist daher wichtig, auf eine korrekte Lagerung des Pferdefutters zu achten, sodass kein Schimmel entstehen kann, der dann die Atemwege reizt. Umgekehrt kann es auch hilfreich sein, darauf zu achten, möglichst staubfreies Futter zu verteilen. Raufutter kann vor der Fütterung auch nass gemacht werden, um ein Stauben zu vermeiden, denn die Anatomie des Pferdes sorgt für eine direkte Aufnahme des Staubes beim Fressen.

Heu ist in der Pferdefütterung unabdingbar!

Das kann man außerdem tun

Es ist durchaus sinnvoll, das Pferd auch von innen heraus zu stärken und zu unterstützen. Bei Allergiker-Pferden kann daher eine Fütterung mit speziellem Mineralfutter helfen. Auch Zusatzfutterstoffe wie Zink, Selen und Mangan unterstützen das Immunsystem des Pferdes und verhindern effektiv allergische Reaktionen. Gleiches gilt für Algen und Kräuter, deren Spurenelemente unterstützend wirken. Das Angebot ist groß, daher lohnt es sich hier, genau zu schauen, welche Wirkung ein Produkt verspricht und wie dies dem Pferd helfen kann.

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