Pferderassen: Friesen

Die schwarzen Perlen der Niederlanden 

Friesenpferde sind etwas Besonderes. Zunächst einmal sind diese barocken Vierbeiner eine imposante Erscheinung. Alle Friesen sind pechschwarz und zwischen 1,58 und 1,68 Meter groß. Auffallend ist die lange, wallende Mähne, die teilweise bis zum Vorderfußwurzelgelenk reichen kann, der lange Schopf sowie der lange Kötenbehang an den Beinen. Auch der Schweif ist lang und dicht. Der Friese besitzt einen kleinen edlen Kopf und einen hoch angesetzten Hals. Friesenpferde haben taktreine Gänge und einen Trab mit hoher Knieaktion. Der Kopf ist klein und edel, die Augen groß und ausdrucksvoll.

friese

Charaktereigenschaften der Friesenpferde

Friesen gelten als temperamentvoll, aber ehrlich und sind sehr menschenbezogen. Die schwarzen Vierbeiner sind neugierig, lernwillig und ehrgeizig. Der Ursprung dieser Rasse liegt in den Niederlanden - und zwar wie der Name schon sagt in der Provinz Friesland. Es ist die einzige inländische Pferderasse. Zum ersten Mal wird der „Friese“ schon in der Römerzeit genannt. Es wird ein Pferd beschrieben, das nicht besonders schnell, aber dafür sehr ausdauernd ist, das eine lange Mähne hat, die auf beiden Seiten des Halses herunter hängt und das einen langen Schweif trägt, der bis zum Boden reicht. Das Mittelalter (500 bis 1500) war die Blütezeit dieser Pferderasse. Die kräftigen Vierbeiner waren besonders geeignet, die Ritter mit ihren schweren Rüstungen zu tragen. Das Friesenpferd wurde im 13. Jahrhundert auch in Deutschland auf den Märkten zum Kauf angeboten. In dieser Zeit wurden die edlen Rösser vor allem von Mönchen gezüchtet. Als die Spanier die Niederlanden während des 80-jährigen Krieges von 1568 bis 1648 (Spanisch-Niederländischer Krieg) besetzten, kamen spanische Pferde ins Land. In dieser Zeit wurde das Friesenpferd weiter veredelt. Nach 1800 wurde die Zucht der Rasse immer weiter vernachlässigt, das die „schwarzen Perlen“ aus der Mode gekommen waren. Es wurde der Oldenburger-Ostfriesische Typ bevorzugt, heute noch als Alt-Oldenburger bekannt. Mitte des 19. Jahrhunderts war das Friesenpferd fast ausgestorben. Im Jahre 1910 war der Hengstbestand auf vier geschrumpft. Aus diesem Grund wurde im Jahre 1913 der Verein Het Friesche Paard gegründet. Die Mitglieder hatten das Ziel, ein Stück niederländische Geschichte vor dem Untergang zu wahren. Es dauerte allerdings einige Jahre, bis der Fortbestand des Friesen gesichert war. Mittlereile haben immer mehr Reiter das Friesenpferd für sich entdeckt. Zur Zeit sind ungefähr 25.000 Friesen registriert. mehr Infos unter: www.friesen-pferde.info und www.friesenpferde-zuchtverband.de.

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