Serie: Der Traum vom eigenen Pferd (Teil 1)

Viele Reiter möchten ein eigenes Pferd besitzen. Wer eine Zeit lang auf Schulpferden das Reiten gelernt hat, träumt irgendwann davon, jeden Tag den eigenen Vierbeiner begrüßen zu können. Auch die meisten Kinder und Jugendliche, die etliche „Ponystunden“ hinter sich gebracht haben, würden am liebsten auf alle Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke verzichten, wenn Mami und Papi ein Pony oder Pferd finanzieren.

Der Kauf eines Pferdes muss gründlich überlegt werden. Schließlich wird man eine ganz innige und intensive Beziehung zu einem Lebewesen eingehen, das vollkommen abhängig von einem ist. In vielen Ställen fristen teuer gekaufte Pferde ein trauriges Dasein, weil die Besitzer doch nicht so viel Zeit haben, sich um ihre Tier zu kümmern.

Wer ein Pferd besitzt, muss jeden Tag dafür sorgen, dass es gefüttert, getränkt, geputzt und bewegt wird. Außerdem muss ein Vierbeiner regelmäßig entwurmt und geimpft werden. Im Sommer klappt das meistens ganz gut, weil die Pferde auf der Koppel stehen, das Wetter schön ist und man auch abends noch gut reiten und ausreiten kann. Aber der erste Winter ist eine echte Bewährungsprobe für frisch gebackene Pferdebesitzer. Wer arbeitet, muss sich in der Dunkelheit auf den Weg in den Stall machen, um sein Pferd zu arbeiten und zu bewegen. Das kostet manchmal eine ganz schöne Überwindung!

Wen das alles nicht anschrecken kann, sollte trotzdem auch langfristig planen. Wenn es mit dem eigenen Pferd klappt, wird man einige Jahre miteinander verbringen. Wie sieht die eigene Lebensplanung aus? Will ich Karriere machen, ein Familie gründen oder habe ich überhaupt noch gar keine Idee, wie meine Zukunft aussehen soll?

Immer wieder sieht man Anzeigen wie: „Ich muss mich von meinem Fidelio aus beruflichen Gründen leider trennen. Er ist ein toller Kumpel, macht alles mit und hat auch Turniererfahrung. Ich möchte vor allem, dass er in gute Hände kommt. Platz vor Preis!!!“
Diese Pferdebesitzerin hat ihren Fidelio ganz doll ins Herz geschlossen, aber leider hat sie jetzt keine Zeit mehr für ihn, berufliche Ziele sind wichtiger. Bevor man also ein Pferd erwirbt, sollte man in sich gehen und fragen: „Könnte ich meinen Welfenprinz auch wieder verkaufen?“ Es müssen zudem nicht nur äußere Umstände sein, die zu einer „Trennung“ führen. Es gibt noch einen anderen Grund. Die neue „Partnerschaft“ funktioniert einfach nicht. Welfenprinz ist zwar ein tolles Dressurpferd, aber auf dem Turnierpferd sieht er überall „Gespenster“. Oder der neue Vierbeiner entpuppt sich als echter „Rüpel“: Er bockt, scharrt ständig mit den Hufen oder legt immer die Ohren an, wenn sein neuer Besitzer erscheint!

Natürlich muss das alles nicht sein. Vielleicht ist die Kaufentscheidung auch genau richtig. Reiter und Pferd passen zusammen wie der berühmte Topf auf den Deckel. Und das ist dann der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft. Teil 1      Teil 2     Teil 3      Teil 4      Teil 5

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