Serie: Der Traum vom eigenen Pferd (Teil4)

Auf der Suche nach dem geeigneten Pferd spielen auch die Rasse, das Geschlecht, das Alter, die Größe und die Farbe eine Rolle.

Die Rasse
Jede Rasse wird zu einem bestimmten Zweck gezüchtet. Wer ein Springpferd sucht, wird sicherlich beim Holsteiner Verband fündig, während in Niedersachsen und Oldenburg die Dressurpferdezucht eine lange Tradition hat. Wer Westernreiten möchte, findet vielleicht beim Zuchtverband für Quarter Horses sein Traumpferd. Es lohnt sich, die einzelnen Zuchtverbände zu vergleichen und etwas über die jeweiligen Zuchtziele zu erfahren, zumal man dann bei einem späteren Verkaufsgespräch auch besser vorbereitet ist. Eine kleine Übersicht der großen Zuchtverbände ist am Ende dieses Artikels zu finden.

Das Geschlecht
“Ich würde mir nie eine Stute kaufen, die sind mir zu zickig“, sagt Oda von der Recke-Zorn. Die Reiterin aus Schleswig-Holstein besitzt zwei Wallache, die sie selbst ausgebildet hat. Viele Reiter bevorzugen Wallache, da sie als unkompliziert gelten. Stuten sind während der Rosse oft „kitzelig“ und schlagen nach dem Sporen und der Gerte. Andererseits können sie ein Fohlen bekommen, während Wallache, wenn sie nicht mehr zu reiten sind, nur auf ein Gnadenbrot hoffen können.

Die Größe
Reiter und Pferd sollten von der Größe her zusammen passen. In Deutschland sind große Pferde, d.h. mit einem Stockmaß über 1,65 m, am meisten verbreitet. Selbst kleine Reiter suchen sich gern ein großes Pferd aus, auch wenn sie körperlich vielleicht mit einem kleineren Vierbeiner besser zurecht kommen oder harmonisieren würden. In vielen Ländern, z.B. Spanien, ist es üblich, kleinere Pferde mit einem Stockmaß von 1,50 m zu reiten. 90 Prozent der Reitervölker der Erde reiten Pferde zwischen 1,35 und 1,55 m!
Der Umgang mit einem sehr großen Pferd ist manchmal nicht einfach. Wenn so ein Riese an der Hand plötzlich den Kopf hochhebt, wird der Reiter fast in die Luft katapultiert. Kleine Pferde sind wendiger und unter dem Sattel fast immer einfacher zu kontrollieren. Beim Kauf eines Pferdes muss dies alles natürlich keine Rolle spielen. Hauptsache ist, dass man sich wohl fühlt.

Die Farbe
“Ein gutes Pferd hat keine Farbe“ – so lautet ein Sprichwort unter Reitern. Ob man sich nun einen Rappen, einen Schimmel oder einen Fuchs aussucht, ist sicher auch in erster Linie ein Frage des Geschmacks. Oft ist auch eine bestimmte Farbe „in“. Dann lassen sich z.B. Rappen besonders gut verkaufen.
Schimmel sind meistens pflegeaufwendiger. Man sieht jeden noch so kleinen Mist- oder Grasfleck, die sich auch noch schwer entfernen lassen.
Wer das Besondere liebt, fühlt sich unter Umständen von einem Schecken oder Palomino angezogen. Pferde mit außergewöhnlichen Farben und Zeichnungen sind jedoch in der Regel erheblich teurer als ihre schlicht-braunen Kollegen. Teil 1      Teil 2     Teil 3      Teil 4      Teil 5

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