Ungewöhnliche Stallpartner

Meerschweinchen lebten früher mit in PferdeboxenDass Pferde Herdentiere sind und nicht gerne alleine bleiben, weiß jeder Pferdebesitzer. Wer kann, bringt sein Pferd deshalb in Pensionsställen unter oder gründet Haltergemeinschaften, in der eine Gruppe Pferde auf privatem Gelände kostengünstig zusammen gehalten wird.

Was aber, wenn der Stallpartner plötzlich stirbt oder wegziehen muss? Oder der Platz und die finanziellen Mittel nicht für ein zweites Pferd reichen? Viele Pferdebesitzer müssen sich deshalb Alternativen überlegen, um seinem Pferd einen annähernd guten Ersatz anbieten zu können. Einige durchaus ungewöhnliche Lösungen wollen wir Ihnen hier vorstellen.

Wie gut sind Kleintiere als Stallpartner?

Auch wenn Katzen und Hunde heute nicht mehr aus den Ställen wegzudenken sind, zählen sie doch eher zu den ungewöhnlichsten und am wenigsten geeigneten Stallpartnern für das Pferd. Beide sind Raubtiere und im Sozialverhalten und der Denkstruktur dem Pferd zu unähnlich, um ein wirklich guter Ersatz zu sein.

Pferd und Hund toben gern miteinander

Entscheidet man sich doch für Hund und Katze als Stallpartner, so wird man feststellen, dass beide zwar miteinander auskommen werden und auch gelegentlich miteinander interagieren, aber keine wirkliche Beziehung zueinander entwickeln. Während Hunde sich eher dem Menschen anschließen, unternehmen Katzen gerne lange Spaziergänge und lassen sich nicht ausschließlich im Stall halten. Außerdem ekeln sich Pferde vor deren Kot und Urin, was eine gemeinsame Haltung in der Pferdebox unmöglich macht!

Ein süßes Kaninchen!

Auch Nager wie Kaninchen und Meerschweinchen, die früher zur Rattenabschreckung im Stall gehalten wurden, haben eher einen schmückenden Wert. Sie sind zu klein, um eine wirkliche Beziehung zu den Pferden eingehen zu können, außerdem können auch sie ansteckende Krankheiten in den Stall einschleppen.

Federvieh ist als Stallpartner weniger geeignet

Entscheidet man sich doch für ein Nagetier als Stallpartner, sollte man auch immer bedenken, welche Todesangst ein solches Tier ausstehen muss, wenn es unter die Hufe eines Pferdes gerät!

Federvieh im Pferdestall

Und auch die Haltung von Geflügel wie Ente, Gans und Huhn hat nur für den Menschen Vorteile. Geflügel sollte sogar auf keinen Fall mit Pferden in einem Stall gehalten werden, da ihre Hautmilben zu schweren Atemwegserkrankungen führen können. Außerdem benötigen sie neben einem eigenen Stall auch genug Auslauf und einen Teich für die Körperpflege, sodass die Haltung von Geflügel im Pferdestall wirklich gut überlegt sein sollte. 

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