Wie eine Biene in den Busch kommt

Ab sofort bloggt hier für dich regelmäßig Momo über ihre Abenteuer mit dem Schecken Was a Bee. Wie die beiden sich gefunden haben und wie es zu dem außergewöhnlichen Namen kam, das liest du in Momos erstem Beitrag.

Ich versuche mich kurz zu fassen, denn bei diesem Thema schweife ich vor Begeisterung gerne ab. Aber vorher noch kurz abschweifen: Erstmal ein paar Eckdaten zu „ich“:
Weiblich, geboren 1984, 164cm groß und Projektmanagerin in einer Grafikagentur. Spitzname Momo, lebt und arbeitet in und um Frankfurt, hat 2 Pferde und 2 Hunde, liebt das Vielseitigkeitsreiten und redet und schreibt gern.

Nun zu meiner ersten Story: Wie eine Biene in den Busch kommt.
Im Jahr 2010 begann ich mich nach einem neuen Pferd umzuschauen. Mein Wallach Jackomo war zu diesem Zeitpunkt zwar erst 15, allerdings bereits nicht mehr der Fitteste. Meiner Vorstellung nach sollte es ein 3- oder 4-jähriges Pferd sein, das ich selbst einreiten möchte.
Eine Stute war absolut wichtig, und die sportliche Eignung für den Vielseitigkeitssport der kleineren Klassen unumgänglich.
Bis dahin ja noch nicht schwer – aber es musste ein Schecke sein oder mindestens sehr bunt oder sehr speziell. Palomino, gestiefelt, blaue Augen, ihr wisst schon... nicht 0-8-15!

Bei diesen Kriterien sinkt das Suchergebnis direkt auf überschaubare Stückzahlen.

 Kein Problem dachte ich mir, so kann ich zumindest wirklich alle Pferde anschauen die in Frage kommen. J
Meine Suche, die insgesamt etwa ein Jahr dauerte, ging hoch in den Norden und tief in den Süden. Ich besuchte mehrere Züchter und telefonierte mit noch mehr Verkäufern. Die lang gezogene Suche hatte im Mai 2011 ein Ende.

Stute? Check!
Schecke? Check!
Sportliche Eignung? So hoffe ich! (V: Part oft he Game M, MV: Cayuga)
3 oder 4? .....ääääh fast hmm um genau zu sein also naja... 1.

Ich hatte ja keinen Stress mit der Suche, dennoch ist es schon frustrierend wenn irgendwie immer irgendwas nicht stimmt. Ihr kennt das ja: Bauchgefühl, Wow, Klick, Herzchenaugen und so weiter. Das muss eben einfach da sein.
Und weil das mit dem Klick nicht gleich geklappt hat, wurden die Pferde meiner Suche eben dann immer jünger. Und dann war da dieses Baby in Bayern. Da bin ich dann sozusagen total drauf eingeklickt. Und bei Pferden ist es ja eigentlich wie bei Männern: Alt werden sie von alleine! Also setzte ich mein Kürzel unter den Vertrag und schwupp landete ich in der Liga der 2-Pferde-Besitzer.

Das kleine bunte Tier trug den Namen Wasabi. Ich steh echt auf Sushi aber der Name? Wasabi, die Schwester von Senf? Aus der Ketchup vom scharfen Meerrettich?

Nein OK, ich übertreibe etwas. Wasabi ist ja ganz lustig und sicher besser als viele andere Namen. Den Züchternamen zu ändern bringt ja auch Unglück. Oder gilt das nur für eingetragene Turniernamen? Ich will ja hier nicht schon zu Anfang ein Risiko eingehen.

Bei näherer Überlegung dachte ich aber der Pferdenamen-Umändern-Unglücksbringer-Gott setzt sicher nur ein, wenn man den Namen wirklich ganz ändert. Wenn aus Black Beauty dann Lassie wird oder so. Wär ja auch verwirrend, muss ich jetzt auch zugeben. Mit den vorhandenen Buchstaben und Klängen rumspielen merkt der Pferdenamen-Umändern-Unglücksbringer-Gott  vermutlich gar nicht richtig. Oder das Unglück kommt dann nur klein, in Form eines Hufgeschwürs. Oder leichtem Husten. Oder weil das Pferd dann nicht so groß wird? Äääh... an dieser Stelle ehm... naja... nun hab ich mich dran gewöhnt... egal...

Ich bastelte also Wasabi ein bisschen rum und landete bei „Was a Bee“. Tadaaaa! So wurde aus der scharfen grünen Paste eine Biene, die in der Vergangenheit brummt??? Nun, so richtig viel Sinn machte der neue Name nicht. Aber irgendwie passte er trotzdem wie die Flecken aufs Pferd. Risiko eingehen? Check!


Unser erster gemeinsamer Weg auf ihre Aufzuchtkoppel in Hessen, August 2011

Ab diesem Moment konnte die Karriere von Bee dem Vielseitigkeitspferd beginnen! Das liegt nun 6 Jahre zurück! Und ja, die erwarteten 162-165 cm hat Bee nicht geschafft. Alles Füttern und Messen half nix. Da hätte ich sie dann vielleicht nach einem größeren Tier benennen sollen? Aber wer will schon „Was an Elephant“ reiten?

Der Pferdenamen-Umändern-Unglücksbringer-Gott war auf jeden Fall gnädig mit uns, ich glaub, ihm gefällt die Biene auch einfach gut. Inzwischen können wir auf einige Schleifen und sehr viele wunderbare Erlebnisse zurückblicken.

Und wenn ihr mögt, erzähle ich euch davon gerne in meinem nächsten Blog! 

 

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Du willst die ganze Geschichte von Momo und Was A Bee erfahren?

Teil 2: Das erste Jahr mit Bee

Teil 3: Das zweite Jahr mit Bee

Teil 4: Romantik mit Jungpferd

Teil 5: Pferd, Mensch und Reiter

Teil 6: Galopprennen & Schrittspaziergang