Wurmkuren gegen schädliche Parasiten

Pferde werden ihr Leben lang von Parasiten bedroht. Britische Wissenschaftler entdeckten, dass rund 70 Prozent der 233 untersuchten Pferde sogar mit verschiedenen Parasiten befallen waren. Besonders Würmer können den Vierbeinern zu schaffen machen. Wenn diese nicht bekämpft werden, kann das Pferd an Kolik, Durchfall oder inneren Organschäden leiden. Außerdem ist es nicht in der Lage, geforderte Leistungen zu erbringen. Ein Wurmbefall äußert sich dadurch, dass das Pferd abmagert, schlecht frisst, keine Kondition hat und ein stumpfes Fell aufweist. Da das Pferd Wurmeier und Larven mit dem Kot ausscheidet, können Kotproben Auskunft über Art und Intensität des Wurmbefalls geben.

Verschiedene pferderelevante Schädlinge

Berüchtigt: der BandwurmIm Wesentlichen unterscheidet man drei Parasitengruppen: Rundwürmer, Bandwürmer und Magendasseln. Zu der ersten Gruppe gehören Palisaden- oder Blutwürmer (große und kleine Strongyliden), die bei jedem Weidepferd auftreten, Spulwürmer (Askariden), Zwergfadenwürmer, die besonders für junge Pferde gefährlich sind, Pfriemenschwänze, die hauptsächlich bei aufgestallten Pferden vorkommen, und die immer seltener werdenden Lungenwürmer. Die bekannten Bandwürmer, die bis zu 25 Zentimeter lang werden können, sind bei fast jedem dritten Pferd aufzufinden und deren Eier im Pferdekot nur schwer erkennbar sind, sollte vorsorglich mindestens zweimal im Jahr eine Wurmkur gegen diese Parasiten gegeben werden. Magendasseln sind keine Würmer, sondern Insekten. Ab Juni legt die Dassel-Fliege ihre gelben Eier an Pferdebeinen, Mähne, Flanke und Maul ab, die von der Pferdezunge beim Fellsäubern aufgenommen und geschluckt werden.

Wurmpasten gegen die Parasiten

Die Vielfalt der Parasiten kann optimal bekämpft werden mit vier bis fünf regelmäßig gegebenen Wurmkuren, vor allem zu Beginn und am Ende der Weidesaison. Das unreife Immunsystem junger Pferde und Fohlen ist besonders empfänglich für Parasiten. Werden sie zu selten entwurmt, sind die Schäden besonders schwer. Daher gelten für diese Gruppen auch kürzere Behandlungsintervalle. Wichtig bei der Wahl der richtigen Paste ist die Zusammensetzung gegen die jeweiligen Schädlinge (hier kann der Tierarzt helfen) und die richtige Dosierung. Das Ermitteln des genauen Pferdegewichts durch Wiegen ist anzuraten, da bei zu niedriger Ration die Wurmkur nicht zuverlässig wirkt und folglich zu viele Parasiten überleben. Außerdem sollten immer alle Pferde eines Bestandes gleichzeitig entwurmt werden, um erfolgreich gegen die Schädlinge vorzugehen.

Jährlich sollten folgende Kuren durchgeführt werden:
April/Mai: Rundwürmer
Juni/Juli: Rundwürmer und Bandwürmer
August/September: Rundwürmer
Oktober/November: Rundwürmer, Bandwürmer, Magendasseln
Im Januar eventuell noch eine Zweitbehandlung gegen Magendasseln.

Parasiten können über das Grasfressen aufgenommen werden

Unsere Tipps: Einige Pferde vertragen die Wurmkuren nicht sehr gut und reagieren mit Durchfall. Hefe hilft, die gereizte Darmflora wieder aufzubauen. Dazu einfach einen halben Würfel frische Hefe unter das Futter mischen. Außerdem kann man Wurmkuren schmackhafter machen, indem man sie mit Apfelmus in einer separaten Schüssel mischt und entweder so verfüttert oder wieder in einer Spritze aufgezogen verabreicht. Übt man das orale Einspritzen von purem Apfelmus, gewöhnt sich das Pferd schnell an die orale Eingabe - oder mit Clickertrainig, wie im Video zu sehen:

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