Distanzpferde - Pferdemarkt - 313 Anzeigen

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Distanzreiten

Distanzreiten-3

Besonderheiten des Distanzreitens

Beim Distanzreiten (international „Endurance Riding“) geht es nicht nur um das Zurücklegen einer vorgegeben Geländestrecke nach Karte oder Markierung als Hochleistungssport oder „Kilometersammeln“, sondern auch um das „Angekommen ist gewonnen“ von Breitensportlern. Entscheidend ist dabei die Einschätzung der Kondition des eigenen Pferdes, da nach Streckenabschnitten und dem Ziel tierärztliche Untersuchungen zur absoluten Fitness stattfinden, die über das Weiterreiten und Bewerten des Rittes entscheiden. Die Mehrtagesritte haben Strecken von rund 25 -160 km am Tag, die in Deutschland mit mindestens 8,5 km/h geritten werden sollten. Je nach Region gibt es technisch anspruchsvollere Strecken ebenso wie flache Passagen ohne Tempolimit. Als Quartiere dienen Reitställe, Gestüte, Schlosshotels und Zeltlager. Der Distanzsport ist weltweit die zweit größte Disziplin nach dem Springen und besteht nicht nur aus den Reitern, sondern auch aus Distanzfahrern.

Das richtige Einschätzen der Kondition von Pferd und Reiter ist wichtig

Das Distanzpferd

Bei der Auswahl des richtigen Sportpferdes sollte man auf einen kleinen, eher quadratischen Körperbau achten mit einem nicht zu langen Hals oder großen Kopf, da es unnötige Last für das Distanzpferd wäre. Viele erfolgreiche Distanzpferde sind zwischen 144 cm und 155 cm groß und wiegen ca. 8-9 Zentner. Abgesehen davon sollte die Brust breit genug für die Lungen- und Herztätigkeit sein. Weiterhin hat sich ein kurzer, starker Rücken als am widerstandsfähigsten erwiesen mit einer gute Sattellage und einem ausgeprägten Widerrist. Oberste Achtung sollte auf korrekt, lange Unterarme für die nötige Schrittlänge gelegt werden. Eine 50 Grad-Winkelung von Schulter zu Fessel wäre ideal und die Sprunggelenke sollten groß und flach sein. Die nicht zu kleinen Hufen sollten von Natur aus hart sein und jeweils ein „Zwillingspaar“ der Vor- und Hinterhand darstellen. Eigenschaften, die beim Distanzreiten wichtig sind, sind Vorwärtsdrang, Lauflust, Mut und Wettkampfgeist.

Araber sind im Distanzsport sehr beliebt

Geeignete Rassen für das Distanzreiten

Alle Pferde mit und ohne Abstammungsnachweis aller Rassen und Größen sind zugelassen sofern sie gesund sind und das Mindestalter für den jeweiligen Ritt erreicht haben. Jedes gesunde und regelmäßig gerittene Pferd ist in der Lage einen Distanzritt zu absolvieren. Für den Sport eignen sich allerdings am besten kleine, magere und genügsame Tiere, da sie besser mit der Hitzeregulation zurechtkommen. Pferde aus dem westlichen Raum  mit dem Ursprungsland Afrika haben sich besonders bewährt, da sie außer einem schlanken Körper und feinen Gliedmaßen eine dünne Haut und dünnes Fell aufweisen. Zudem haben sie große Nüstern und einen großen Lungenraum um viel Luft ein- und auszuatmen. Am besten eignen sich daher Araber, Arabische Halbblüter, Araber-Berber und andere Kreuzungen. Aber es haben sich auch Fjordpferde, Isländer und Haflinger bei bestimmter Extrapflege im Distanzreiten bewährt. 

(Bilderquelle: www.endurance-photo.com)