Jagdpferde - Pferdemarkt - 196 Anzeigen

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Meute und Feld

Besonderheiten beim Hunting

Gejagt wird seit prähistorischer Zeit - ob zur Nahrungsbeschaffung oder als Sport. In Griechenland war die Jagd auf Wild mit Hundemeuten relativ früh bekannt und gelang erst später in andere Länder. In Europa ist Frankreich das Land mit der längsten Tradition organisierter Jagden, weshalb die Jagdreitersprache auch auf französischen Begriffen basiert: „Tally-hoh!“ stammt von „taille haut!“ ab, was der Reiter ruft, wenn er den Fuchs erblickt. Obwohl das Jagdreiten mit Hundemeuten erst seit dem 11. Jh. in England und Irland bekannt ist, sind es mittlerweile Topadressen mit über 200 Meuten. Auch das „Feld“, wie die Reiter hinter den Hunden genannt werden, ist dort groß. Nach der Hasen- und Rotwildjagd wurde gegen Ende des 17. Jh. die Fuchsjagd beliebter, da ein Fuchs schneller und gerader als ein Hase läuft und weniger Witterung als ein Hirsch aufweist, was zu einer größeren Herausforderung wurde. Außerdem bringt der Wintersport von November bis April nassen, schweren Boden mit sich, der deutlich anstrengender zu passieren ist als bei der Hirschjagd im Spätsommer, Herbst und Frühling.

Hunter-Jagdreiten-4Der Hunter

Der bevorzugte Huntertyp ist abhängig von den jeweiligen Land- und Bodenverhältnissen. In den englischen Shires, den besten Jagdgebieten der Welt, braucht man ein großes, ausdauerndes und galoppierfreudiges Pferd, das hoch im Blut steht und viel Springvermögen mitbringt, um die festen Hindernisse auf der Strecke zu überwinden. In Europa beginnt das Jagdreiten gewöhnlich mit einem „Stelldichein“ um 11 Uhr und endet in der Dämmerung zwischen 15:30 Uhr und 16 Uhr. Die Hunter haben dann 4-5 Stunden konstant gearbeitet und sind viel galoppiert und gesprungen. Ratsam ist es, ein zweites, frisches Pferd für den Nachmittag zu haben. In Gebieten mit mehr Zäunen, Ackerland und Hügeln sind eher starke, kurzbeinige Hunter gefragt, mit 50% oder gar 75% Vollblutanteil, die auch mal schwerere Sprünge mit ihren 152 – 183 cm Stockmaß angehen. Beim kompakten Körper sollte auf einen runden Rippenbogen und eine gute Gurttiefe geachtet werden, sodass sich die Lunge gut ausdehnen kann. Eine starke, schräge Schulter und ein ausgeprägter Widerrist sind ein Muss, um gut und ausdauernd galoppieren und springen zu können. Große Unterschenkel und Röhrbeine, die auf einer Linie mit den großen, makellosen Sprunggelenken liegen, sowie eine gut bemuskelte Hinterhand und einen mittellangen und nicht zu breiten Rücken, sind weitere Aspekte. Beim Charakter sollte das Augenmerk auf Mut und Ausgeglichenheit liegen.

Reiter und Hunde auf dem Feld

Geeignete Pferderassen

Die besten Hunter gibt es in Ländern mit langer Jagdtradition, wie England, Irland und in Teilen der USA, wo hauptsächlich Vollblüter eingesetzt werden. Als weltbestes Vielseitigkeitspferd hat sich der Irish Hunter herauskristallisiert, derweil der Cleveland Bay wohl der stärkste ist.