Westernpferde - Pferdemarkt - 519 Anzeigen

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Westernpferde

Einhändig Westernreiten im ruhigen Galopp

Besonderheiten des Westernreitens

Das Westernreiten ist aus der amerikanischen Ranch- und Hütearbeit zu Pferde der Cowboys bzw. der spanischen Vaqueros entstanden. Zentral war damals nicht das Reiten, sondern das Arbeiten mit den Viehherden und das Verrichten der Ranch-Arbeiten – schlicht: Es war zweckorientiertes Gebrauchsreiten. Aus den alltäglichen Aufgaben entwickelten sich bestimmte Anforderungen sowohl an den Pferdetyp als auch an die Art der Zusammenarbeit von Reiter und Pferd: Die Westernpferde mussten auf minimale Hilfegebung schnell reagieren und selbständig mitarbeiten, was vor allem beim Selektieren eines Rinds mit dem sogenannten „Cow Sense“ wichtig war. Aus dem vielfältigen Aufgabenbereich wurden Disziplinen für den Turniersport wie Cutting, Working Cowhorse, Super-Horse, Western-Horsemanship, Wester Riding, Pleasure, Reining, Barrel Race, Pole-Bending und Trail. Die beliebteste europäische Disziplin ist Reining, bei der im rasanten Galopp Geschwindigkeitswechsel, Drehungen und Sliding Stops gezeigt werden. Auch beliebt sind die Geschicklichkeitsübungen im Trail, die an das Ranchreiten erinnern: Rückwärtsrichten, Tore öffnen sowie das Überqueren von Stangen, Wippen, Brücken und sonstigen Hindernissen. Westernreiten ist auch deshalb vor allem im Wander- und Freizeitreiten sehr beliebt, da das Ziel ist, mit minimaler Kraft und Konzentration sicher, bequem und pferdeschonend auch lange Strecken zu reiten.

Noch heute wird mit Westernsattel, offenen Lederzügeln, Jeans, Boots und Westernhut geritten. Je nach Ausbildungsstand des Pferdes wird mit dem entsprechenden Gebiss geritten und davon abhängig zweihändig bzw. einhändig.

Im gestreckten Gelopp um die Tonnen: Barrel Race

Das Westernpferd

Auf Grund seiner Einsatzbereiche sollte das ca. 155 cm große Pferd hart und wendig sein, intelligent und willig. Es sollte prompt reagieren trotz eines ruhigen und ausgeglichenen Gemüts. Das typische Westernpferd steht im kurzen, quadratischen Typ und weist eine gut bemuskelte Schulter und Hinterhand auf um schnelle Manöver reiten zu können. Ein großrahmiges Pferd mit viel Raumgriff wie es in der Dressur des englischen Reitstils erwünscht ist, ist im Allgemeinen nicht für das Westernreiten geeignet, da das Westernpferd flach in den drei Grundgangarten geritten wird, wobei der Trab sehr verlangsamt den erwünschten „Jog“ ergibt.

Schnelligkeit und Wendigkeit bei der Arbeit am Rind

Geeignete Pferderassen

Zu den typischen Westernpferden zählen Quarter Horse, Paint Horse und Appaloosa, die disziplinspezifisch auf Wendigkeit, bequeme, weiche Gänge und ein ausgeglichenes Wesen hin gezüchtet wurden. Genauso geeignet für das Westernreiten ist aber auch jede weitere Rasse, die den körperlichen Anforderungen entspricht.