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Englisches Vollblut

Ein Galopp über die Weide

Äußere Merkmale

Der Englische Vollblüter hat große Nüstern und Augen sowie fein geschnittene Ohren und eine gerade Nasenlinie. Der leichte Kopf sitzt auf einem langen, schlanken und muskulösen Hals. Das Englische Vollblut erkennt man auch an seinen schlanken Beinen und seinem hohen Schweifansatz. Das je nach Zuchtziel 1,50 bis 1,73 m große Pferd kommt am häufigsten in der Farbe braun und dunkelbraun vor, oft mit Äpfelung. Auch Füchse, Rappen und Apfelschimmel sind möglich. Zulässig sind zudem weiße Abzeichen an Kopf und Beinen. Das Fell des Englischen Vollblüters ist so dünn, dass besonders an den Extremitäten die Blutgefäße sichtbar sind. Auch das Langhaar ist schütter und kurz.

Stute und Fohlen genießen die Weidesaison

Herkunft des Englischen Vollblutes

Die englische Vollblutrasse ist eine speziell für den Galoppsport gezüchtete Pferderasse aus Vollblütern, die in Abstammungspapieren mit „xx“ im Namen gekennzeichnet wird. Bezeichnet wird das Rennpferd in seinem Ursprungsland England als „thoroughbred“, durchgezüchtet, weil seit 30 Generationen eine lückenlos dokumentierte und systematisierte Zucht existiert. Die Vollblüterzucht begann in Großbritannien mit der Gründung der königlichen Gestüte in Hampton Court und Staffordshire durch König Henry VIII. und seine Tochter Elizabeth I. Hier entstand eine Mischung aus heimischen Stuten, wie den Galloways und Running Horses, den teilweise schon orientalisch-stämmigen Royal Mares vom Gestüt der englischen Könige sowie aus importierten orientalischen Hengsten. Insgesamt lässt sich der ganze Bestand an Englischen Vollblütern auf drei Stammväter zurückführen: Burley Turk, ein Achal-Tekkiner, Darley Arabian, ein Vollblutaraber sowie Godolphin Barb, ein Berberpferd. Als Englische Vollblüter zählen nur Pferde mit einem lückenlos dokumentierten Stammbaum über mehrere Generationen hinweg. Am meisten verbreitet ist der englische Vollblüter vor allem in den USA, in Frankreich und Deutschland sowie in Großbritannien, Australien und im Nahen Osten.  

Charakter und Einsatzbereich

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Das Englische Vollblut ist das schnellste Rennpferd der Welt. Besonders bei Galopprennen kommt das edle Pferd besonders erfolgreich zum Einsatz. Diese Schnelligkeit bringt Züchtern auf Auktionen Höchstpreise von mehreren Millionen Dollar. Je nach Zuchtziel sind Englische Vollblüter antrittsschnell oder ausdauernd und können auch im Springen und in der Dressur eingesetzt werden. Das Galopprennpferd ist sehr temperamentvoll und hochsensibel und erfordert durch seine Schreckhaftigkeit und Ängstlichkeit am Anfang einen erfahrenen Reiter. Die Englischen Vollblüter kommen bei der Veredlung der meisten Pferderassen zum Einsatz und haben somit viel Einfluss auf andere Rassen weltweit.