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Dressurpferde

Dressurpferd 1 Wissenswertes

Die Dressur im Sinne der Pferdeerziehung ist als Grundlage für die Ausbildung aller Pferde im Reitsport unerlässlich. Ziel ist es, das Pferd einerseits in seinen natürlichen Bewegungsabläufen zu gymnastizieren und es andererseits für Hilfen und Kommandos des Reiters zu sensibilisieren. Die Vollendung liegt in der klassischen Hohen Schule. Im Vordergrund steht bei der Dressur die Erhöhung der Kraft durch Muskelaufbau sowie die Förderung der Beweglichkeit und Durchlässigkeit. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) unterteilt die Ausbildungsskala der Dressurpferde in Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichten, Versammlung und Durchlässigkeit.

Geschichte

Der Begriff „Dressur“ kommt vom französischen Wort „dresser“, das zur Ausbildung von Reit- und Zugpferden benutzt wurde. Sehr fortschrittliche Methoden beschrieb schon der Grieche Xenophon (430-355 v. Chr.) in seinem Buch „Peri Hippikes“, zu Deutsch „Gymnasium des Pferdes“. Diese erste Reitlehre wurde die Basis der klassischen Reitkunst der Renaissance mit ihrer Hohen Schule und der heutigen, modernen Version des Dressurreitens.

Beim Dressurreiten sind Ausstrahlung, gute Gänge und Größe maßgebliche Kaufkriterien

Der Dressursport leitet sich wie bei den meisten Reitsportarten von Prüfungen der Kavalleriepferde ab, die im 19. Jh. zur Feststellung des „am besten ausgebildete Offizierspferd“ unterzogen wurden. 1912 wurde das Dressurreiten zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen ausgetragen. Außer leichteren Dressurübungen zählte zu der Turnierprüfung bis nach dem Zweiten Weltkrieg auch das Springen einiger Hindernisse, da dies auch den Kavalleriepferden abverlangt wurde. In Laufe der Zeit wurde die Schwierigkeit der Übungen erhört, sodass 1920 Konterwechsel und fliegende Galoppwechsel dazukamen und 1932 Piaffe und Passage.

Das Dressurpferd

Bei der Wahl des Pferdes sollte man vor allem auf den Charakter achten. Das Pferd sollte unerschrocken sein, energisch und leistungsbereit. Da die Ausbildung eines Dressurpferdes viele Jahre dauert, sollte man sich nach einen willigen und an Arbeit interessierten Partner aussuchen. Aber auch Größe und Gebäude sind wichtig.

Beim Kauf von Sportpferden für die Dressur ist das Gangvermögen essentiell

Der Körperbau sollte außerdem athletisch wirken. Um lange Schritte und freie Bewegungen zeigen zu können, brauchen Dressurpferde eine kräftige Hinterhand und viel Schulterfreiheit. Sie sollten Schub aus der Hinterhand entwickeln können und raumgreifende Schritte zeigen. Die Pferde sollten durchlässig sein und losgelassen und in voller Balance gehen. Gute natürliche Gänge sind Grundvoraussetzungen für Dressurpferde, wobei beim Kauf am meisten auf den Schritt und den Galopp geachtet werden sollte, da man den Trab im Training am leichtesten verbessern kann.

Geeignete Pferderassen

Grundsätzlich sind alle Pferderassen zum Dressurreiten geeignet, denn die Beherrschung grundlegender Bewegungsabläufe und die Umsetzung von Kommandos sind das A und O im Reitsport.

Dressurpferd 2

Trainierte Pferde sollten die A-Dressur mit Leichtigkeit bewältigen können, für die höheren Klassen hingegen spielt schon das Gebäude des Pferdes zum Dressurreiten eine ausschlaggebende Rolle, denn das raumgreifende Ausschreiten ist neben der athletischen Bemuskelung eine der Grundausstattungen eines hochklassigen Dressurpferdes. Sehr bekannt und erfolgreich im Sport sind Hannoveraner, Oldenburger, Holsteiner, Trakehner, schwedische und holländische Warmblüter.